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Vermarktungswettbewerb

agrarheute-Vermarktungscup: Die Strategie der Sieger

Hand mit Geld vor einem Feld
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
07.03.2018

Über 500 Teilnehmer kämpften um den Sieg beim agrarheute Vermarktungscup. Das ist die Strategie der besten Spieler.

Nach 30 Spielrunden und zwei vermarkteten Ernten stehen die Sieger des agrarheute-Vermarktungscups fest. Während es die besten Spieler auf einen Unternehmensgewinn von über 100.000 Euro pro Jahr schafften, gab es auch Teilnehmer, die in die roten Zahlen rutschten. Hier die Strategie der Gewinner.

1. Platz: Vorkontrakte und Longposition

Arndt Kopczinsky aus Niedersachsen ist der strahlende Gewinner des agrarheute-Vermarktungscups. Bei seiner Vermarktungsstrategie legte der Fachschüler die meiste Beachtung auf die Beziehung zwischen den physischen Kassamärkten und den Terminnotierungen. Getreide wurde mit Vorkontrakten schon frühzeitig verkauft. Im Gegenzug wurden in den Niedrigpreisphasen auch mal offensive Longpositionen am Terminmarkt eröffnet. Die Siegerstrategie war auch die mit der höchsten Handelsaktivität. Es gab fast keine Spielrunde, in der nicht die Positionen angepasst wurden.

Durch den Abschluss einer Ernteversicherung konnte Arndt Kopczinsky nach einem Hagelschaden den Vorsprung zu seinen Verfolgern halten und am Ende einen Unternehmensgewinn von knappen 300.000 Euro erwirtschaften.

2. Platz: Kurze Laufzeiten und maximale Kontraktzahlen

Ein ebenfalls offensives und spekulatives Engagement an der Terminbörse zeigte Julian Lang, der mit seiner Strategie auf dem zweiten Platz landete. Der Schüler der Technikerschule Triesdorf ging bei niedrigen Preisniveaus Longpositionen der maximal zulässigen Kontraktanzahl ein. Optionen wurden hingegen keine gehandelt. Fast alle Termingeschäfte hatten eine kurze Laufzeit, bei der alle Gewinne realisiert wurden, sobald die Positionen im Plus waren.

Im zweiten Erntejahr waren leider die Absicherungsgeschäfte für Raps stark negativ, obwohl die Deckungsbeiträge auf hohem Niveau abgesichert wurden. Hier setzte er wohl zu viel auf eine Karte, was letztendlich den ersten Platz gekostet hat. Mit dieser Strategie schaffte Julian einen Unternehmensgewinn von 280.000 Euro.

3. Platz: Call Option für unsichere Marksituation

Platz 3 ergatterte Patrick Meißner aus Leipzig. Der gelernte Berufskraftfahrer nahm bewusst mehr Risiko in Kauf und vermarktete sein Getreide in größeren Tranchen. Auch er legte in jeder Runde viel Aufmerksamkeit auf die Marktberichte und versuchte, daraus Tendenzen abzulesen. Dabei scheute er sich nicht, in Niedrigpreisphasen Longpositionen aufzubauen.

CALL Optionen auf Terminkontrakte waren für den drittplatzierte in unsicheren Marktsituationen das Mittel der Wahl. Damit konnte er das Risiko reduzieren und trotzdem von günstigen Preisbewegungen profitieren. Seine Strategie führte letztendlich zu einem Unternehmensgewinn von 260.000 Euro.

Siegerehrung auf den DLG-Feldtagen

agrarheute gratuliert den Gewinnern und freut sich darauf, viele Teilnehmer bei der Siegerehrung auf den DLG-Feldtagen begrüßen zu dürfen.

Diese findet am 12. Juni 2018 um 14:00 Uhr am Stand von agrarheute statt.

Der nächste Vermarktungscup geht im Dezember 2018 in eine neue Runde!

 

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