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Förderung

Anbindehaltung: Bayern fördert Umbauten

am Mittwoch, 16.10.2019 - 10:42 (Jetzt kommentieren)

Bayern startet das Sonderprogramm Landwirtschaft. Es enthält einige Neuerungen für Milchviehhalter und Ackerbauern. Förderanträge sind ab sofort möglich.

Rinder in Anbindestall

Bayerns Landwirte können ab sofort Förderanträge für den Umbau der ganzjährigen Anbindehaltung im Bayerischen Sonderprogramm Landwirtschaft stellen. Die Antragstellung ist bis 31. Dezember 2019 möglich.

Förderfähig sind nun auch Umbauten kleinerer Milchviehställe in Laufstallhaltung, auch für Mutterkühe. Bisher gab der Freistaat nur Geld für den Neubau von Ställen. Damit wird die Kombinationshaltung von Rindern unterstützt. „Wir haben die Palette an förderfähigen Investitionen mit Blick auf aktuelle Herausforderungen, wie Tierwohl, Umsetzung des Volksbegehrens und Förderung der ökologischen Landwirtschaft gezielt erweitert“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Bei erstmaliger Umstellung auf Laufstallhaltung für Milchvieh und bei Tierwohlmaßnahmen für Zuchtsauen sind maximal 150.000 Euro förderfähig.

Zuschuss gibt es auch für Witterungs- und Insektenschutzeinrichtungen im Obst-, Garten-, Wein- und Sonderkulturbau, sowie Beregnungstechnik. Damit ermögliche man den Betrieben mit den Folgen des Klimawandels besser umzugehen, so die Ministerin.

Mechanische Unkrautbekämpfung förderfähig

Neu ins Förderprogramm aufgenommen wurden Maschinen, die mechanisch in Reihenkulturen Beikraut reduzieren. Damit unterstützt das Land das Ziel, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen.

Ebenso wird die Steigerung der Ökoproduktion weiterverfolgt. Zertifizierte Ökobetriebe werden bei der technischen Einrichtung von Lagern für Körnerfrüchte unterstützt.  Bei Investitionen in Saatgutaufbereitungsanlagen, chemiefreie Beikrautregulierung, Multiphasenfütterungsanlagen und Witterungsschutzeinrichtungen betragen die zuwendungsfähigen Ausgaben maximal 50.000 Euro.

Bis zu 25 Prozent Zuschuss

Bayern zahlt dabei einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Für Investitionen zur Verbesserung des Tierwohls gewährt das Land sogar 30 Prozent Zuschuss. Je Antragsteller ist der Zuschuss auf maximal 25.000 Euro begrenzt. Bei erstmaliger Umstellung auf Laufstallhaltung für Milchvieh und bei Tierwohlmaßnahmen für Zuchtsauen sind dagegen maximal 45.000 Euro Zuschuss möglich.

Interessierte Landwirte können sich für nähere Informationen an das für sie zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wenden. Die Antragsunterlagen und ergänzende Informationen zur Antragstellung finden Landwirte im Förderwegweiser des Freistaates.

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