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Tierwohl

Anbindehaltung: Hohe Auflagen für Stallumbau in Hessen

am Freitag, 19.07.2019 - 09:34 (1 Kommentar)

Hessen hat hohe Auflagen, wenn Landwirte Anbindeställe umbauen wollen. Dafür gibt es aber einen höheren Förderzuschuss, wie in anderen Bundesländern auch.

Kuh-Fressplatz-frei

Über das Agrarinvestitonsförderungsprogramm (AFP) unterstützt Hessen gezielt Investitionsvorhaben, die auf die Umstellung noch bestehender Anbindehaltungen gerichtet sind. Die Fördersätze steigen in diesem Jahr von 20 Prozent auf 30 Prozent bei Umbauten und von 30 Prozent auf 40 Prozent bei Neubauten.

Die Förderung berücksichtigt, dass die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Bundesebene gerade überarbeitet wird. Damit die Umbauten auch nach der Überarbeitung der Verordnung rechtssicher sind, fördert das Land nur, wenn Landwirte den höchstmöglichen Standard, also die Anforderungen der ökologischen Tierhaltung einhalten. Ebenfalls unterstützt Hessen Investitionen zur Minderung von Emissionen bei der Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern. Förderanträge können Landwirte ab sofort einreichen.

Eine ausführliche Übersicht, wie andere Bundesländer den Umbau der Anbindehaltung fördern, finden Sie in de Aprilausgabe des agrarheute-Magazins.

Förderung für Umbau der Anbindeahaltung

Kostenlose Broschüre für Umbauten verfügbar

„Die ganzjährige Anbindehaltung bei Rindern ist nicht tiergerecht. Sie erlaubt den Tieren keine Fortbewegung, keine Sozialkontakte und kein Komfortverhalten. Hessen kämpft schon seit langem für eine bundesweite Lösung: Der Bundesrat hat bereits 2016 das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung gefordert. Zuletzt hat die Agrarministerkonferenz im April den Bund aufgefordert, das Verbot der Anbindehaltung von Rindern anzugehen. Trotzdem bewegt sich der Bund nicht“, sagt Hessens Agrarministerin Priska Hinz.

Zudem können Landwirte auf die Broschüre „Ausstieg aus der Anbindehaltung“ zurückgreifen. Sie wurde vom Runden Tisch Tierwohl und der Arbeitsgemeinschaft für Rationalisierung, Landtechnik und Bauwesen in der Landwirtschaft Hessen e.V. (ALB) erarbeitet. Die Broschüre ist über die Geschäftsstelle der ALB Hessen per Post kostenfrei erhältlich unter alb-hessen@gmx.de

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