Login
Liquidität

Auskunftei erwartet mehr Insolvenzen in der Landwirtschaft

Thumbnail
Norbert Lehmann, agrarheute
am
23.11.2018

Aufgrund der extremen Trockenheit sind in der Landwirtschaft mehr Insolvenzen zu erwarten. Davon geht die Hamburger Auskunftei CRIFBürgel aus.

Nach einer Analyse des Informationsdienstleisters CRIFBürgel ist die Zahl der insolvenzgefährdeten Unternehmen in der Landwirtschaft im Zeitraum von August bis November 2018 um 11,1 Prozent gestiegen. Bei dieser Analyse stützt sich die Auskunftei auf eine Auswertung der Daten von rund 87.000 Landwirtschaftsbetrieben. Von diesen sind aktuell 5.049 als finanzschwach einzustufen und stehen unter einem erhöhten Insolvenzrisiko. Insgesamt gab es in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2016 rund 244.000 Betriebe.

"Aufgrund des Sommers 2018 und des ausgewerteten Datenmaterials erwarten wir im nächsten Jahr mehr Insolvenzen in der Landwirtschaft. Da in den Insolvenzstatistiken vor allem die Vergangenheit abgebildet wird, sie gewissermaßen ein Blick in den Rückspiegel sind, wird die Hitze aus dem Jahr 2018 erst im kommenden Jahr einen Einfluss auf die Insolvenzzahlen im Agrarsektor haben", kommentiert CRIFBürgel-Geschäftsführerin Ingrid Riehl die Zahlen.

Bonität noch immer besser als in der Gesamtwirtschaft

Unabhängig von der Entwicklung der vergangenen drei Monate zeigt sich die Landwirtschaft grundsätzlich finanzstärker und robuster als die Gesamtwirtschaft.

In der Gesamtwirtschaft sind laut CRIFBürgel nämlich 8,4 Prozent der Unternehmen insolvenzgefährdet. Auch der durchschnittliche Bonitätsindex weist in der Landwirtschaft mit 2,42 einen besseren Wert auf als in der Gesamtwirtschaft (2,70).

Auch interessant