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Klimaschutz

Australien: Landwirt verdient Geld mit CO2-Speicherung

Milchkühe auf einer Farm in Australien
am
06.08.2019
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Australien will seine Klimaziele auch erreichen, indem Kohlendioxid im Boden gebunden wird. Eine Chance für Landwirte vor Ort.

Niels Olsen ist Rinderhalter in Victoria, Australien - und verdient Geld mit der Speicherung von Kohlendioxid im Boden. Wie der Radiosender ABC News berichtet, nimmt Olsen an einem Pilotprojekt teil, das die Landwirtschaft von einer Quelle von Emissionen umwandeln soll in eine Lagerstätte.

Olsen hat dafür eine patentierte Sähkombination namens "Soilkee" entwickelt. Damit können verschiedene einjährige Kulturen in vorhandenes Grünland streifenweise eingesät und die Flächen zugleich gemulcht und belüftet werden.

CO2-Fixierung auf nationales Reduktionsziel angerechnet

Zusammen mit dem Unternehmen Corporate Carbon wies Olsen auf seinen Flächen in den vergangenen drei Jahren einen signifikanten Anstieg des Kohlenstoffs im Boden nach, bei zugleich höheren Futtererträgen. Die CO2-Bindung wurde durch den australischen Emissions Reduction Fund anerkannt und auf das nationale Reduktionsziel gemäß dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz angerechnet.

Kohlenstoffbindung vergleichbar mit Wald

Laut Matthew Warnken, Geschäftsführer von Corporate Carbon, sind Kohlenstoffbindungsraten vergleichbar mit der von Aufforstungen erreichbar, ohne auf eine landwirtschaftliche Nutzung der Flächen zu verzichten.

Corporate Carbon hat einen Förderpreis von 20.000 AUD ausgeschrieben, um weitere innovative Landwirte zur Beteiligung am Emissions Reduction Fund zu bewegen. Das Ziel ist, 100 Betriebe mit jeweils 100 Hektar zu registrieren.

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