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Futterknappheit

Bayern gibt Vorrangflächen zur Futtergewinnung frei

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Josef Koch, agrarheute
am
28.06.2018

Da in einigen Landkreisen wegen Trockenheit und Unwetter Grundfutterknappheit herrscht, können Bayerns Landwirte den Aufwuchs auf Vorrangflächen nutzen.

Die anhaltende Trockenheit und massive Hagelschäden haben in einigen Regionen Bayerns bereits zu Engpässen bei der Futterversorgung geführt. Um den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben zu helfen, hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber jetzt Ausnahmeregelungen beim Greening ermöglicht: Die Betriebe dürfen ab 1. Juli brachliegende Flächen, die als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) beantragt wurden, beweiden lassen oder zur Futtergewinnung verwenden.

Gleiches gilt für die sonstigen zur Futtergewinnung aus der Produktion genommenen Flächen (GLÖZ-Flächen). Zulässig ist auch eine Weitergabe des Futters über die Nachbarschaftshilfe an Dritte.

Haben Landwirte für die betreffenden Flächen zusätzlich Agrarumweltmaßnahmen beantragt, müssen Sie die Futternutzung vorab mit dem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abstimmen.

    Freigabe auf bestimmte Landkreise beschränkt

    Generell und ohne weitere Abstimmung gilt die Regelung in den stark betroffenen Landkreisen Altötting, Bad Kissingen, Berchtesgadener Land, Haßberge, Mühldorf, Neustadt a. d. Waldnaab, Rottal-Inn und Traunstein.

    Im Einzelfall können auch in anderen Landkreisen die zuständigen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ausnahmen genehmigen. Voraussetzung ist hier allerdings ein schriftlicher Antrag des Landwirts.

    Wo Brachflächen genutzt werden dürfen

    In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern dürfen Landwirte seit dieser Woche den Aufwuchs auf Brachflächen für die Verfütterung an Rinder nutzen.

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