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Bayern zahlt ab sofort wieder Zuschüsse für Rehkitzretter

am
28.05.2019

Ab sofort fördert Bayern wieder Kitzretter für die Grünlandmahd. Anträge sind beim Bauernverband erhältlich.

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Landwirte haben jetzt wieder die Möglichkeit, Geräte zur Jungwildrettung vergünstigt anzuschaffen. Dies ermöglicht die erneute Förderzusage durch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Dafür stellt Bayern Fördermittel von 90.000 Euro bereit.

„Wir danken für diese Entscheidung, die wichtig für die Vermeidung von Mähunfällen ist“, sagt Johann Koch, Jagdreferent beim Bayerischen Bauernverband. „Mit dem Geld können rund 800 Geräte angeschafft werden, die es Landwirten im Vorfeld der Mahd ermöglicht, Kitze oder anderes Jungwild zu vergrämen.“

Landwirte erhalten für die Anschaffung optisch-akustischer Jungwildretter rund 86 Prozent der Gerätekosten als Zuschuss, maximal mit 112,90 Euro (inkl. MwSt.) je Gerät, unabhängig vom Hersteller.
 

Bis zu fünf Kitzretter pro Antragsteller möglich

Die Mittel werden nach der zeitlichen Reihenfolge der Antragstellungen vergeben. Maximal fünf optisch-akustische Kitzretter sind je Antragsteller förderfähig. Personen, die bereits eine Förderung bei der letzten Aktion erhalten haben, können keine weitere Förderung beantragen.

Ansprechpartner ist der Fachbereich Erzeugung und Vermarktung im BBV-Generalsekretariat (Telefon 089/55873-113). Nur dort sind die die Antragsformulare erhältlich.

Landwirte haben ein großes Eigeninteresse, dass bei der Frühjahrsmahd keine jungen Wildtiere zu Schaden kommen. „Auch wenn durch die Präventionsmaßnahmen Unfälle bei der Frühjahrsmahd mit Wildtieren nicht vollständig zu vermeiden sind, können sie doch minimiert werden. Mitmachen lohnt in jedem Fall!“, ruft Koch auf.

Drohnen sollen besser werden

Drohne-Kitzrettung

In den nächsten Tagen veröffentlicht Bayerns Agrarministerium den sogenannten „Mäh-Knigge“. Die Informationsschrift fasst Handlungsempfehlungen für eine tierschonende Mahd zusammen. Beispielsweise werden Mahdtechniken und deren Auswirkungen auf die Wildtiere erklärt. Der Mäh-Knigge richtet sich an alle verantwortlichen Bewirtschafter, Dienstleister und Jäger.

Des Weiteren untersucht ein Forschungsvorhaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft die Effizienz des Drohneneinsatzes. Die Fluggeräte werden dazu benutzt, die Flächen nach versteckten Tieren abzusuchen. Die Vergrämungsmaßnahme soll wirkungsvoller werden, die Flächenleistungen und Einsatzmöglichkeiten seien noch immer zu gering.

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