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Energiepreise

Umfrage: Wie bereiten sich Landwirte auf die Energiekrise vor?

Euro-Scheine und ein Dieseltank

Die Energiepreise befinden sich auf einem Rekordniveau – und ein Ende des Preisauftriebs ist nicht in Sicht. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb wird jedoch zwangsläufig Energie eingesetzt, sei es Diesel auf dem Acker oder Strom für die Stalllüftung und Milchkühlung.
Die Einsparmöglichkeiten sind oftmals technisch begrenzt. Da die Energiepreise in den vergangenen Monaten extrem in die Höhe geschossen sind, sollten viele Verfahren und die eingesetzte Technik dennoch neu hinterfragt werden. Wo ist Einsparpotenzial? Passe ich die Bodenbearbeitung an? Kann ich noch mehr Strom selbst erzeugen und speichern?

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und erklären Sie, wie Sie sich und Ihren Betrieb auf die Energiepreiskrise einstellen.

am Dienstag, 19.07.2022 - 12:30

Wie bereiten Sie Ihren Betrieb auf die Energiekrise vor?

Ich plane konkrete Investitionen in energiesparende Technik im Stall und der Außenwirtschaft.
3% (5 Stimmen)
Wir haben schon viel in erneuerbare Energien investiert und sind gut vorbereitet.
13% (19 Stimmen)
Wir stocken unsere Vorräte an Brennstoffen wie Heizöl, Diesel und Holz auf oder haben das bereits getan.
19% (27 Stimmen)
Wir schaffen ein Notstromaggregat an.
10% (15 Stimmen)
Ich plane Investitionen in erneuerbare Energien, damit der Betrieb weitestgehend energieautark wird.
11% (16 Stimmen)
Ich werde die Außenwirtschaft teilweise verändern und Arbeiten anpassen, um weniger Diesel zu verbrauchen.
24% (34 Stimmen)
Wir haben alle Möglichkeiten zum Energiesparen bereits ausgeschöpft.
19% (28 Stimmen)
Stimmen gesamt: 144

Diesel ist fast doppelt so teuer wie vor zwei Jahren

Angespannt ist die Lage bei dem für Landwirte so wichtigen Dieselkraftstoff. Im Juni lag der Abgabepreis an Großverbraucher nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt bei 170,91 Euro je 100 Liter ohne Umsatzsteuer und damit um 60 Prozent über dem Preisniveau vom Juni 2021. Gegenüber Juni 2020 hat sich der Dieselpreis sogar fast verdoppelt.

Der auf drei Monate befristete Tankrabatt von rund 17 Cent je Liter läuft am 1. September 2022 aus. Danach sollen wieder die regulären Steuersätze erhoben werden.

Strom und Gas kaum noch zu bezahlen

Eine Megawattstunde Strom kostete Mitte Juli 2022 im Großhandel 270 Euro; das ist mehr als das Dreifache als noch vor einem Jahr. 

Der Großhandelspreis für Gas liegt nach Angaben des Vergleichsportals Check24 Mitte des Monats bei 166 Euro pro Megawattstunde und damit um 361 Prozent über dem Vorjahresniveau. Seit Ende Juni gilt in Deutschland die Alarmstufe des Notfallplans der Bundesregierung. Wie gehen Sie auf Ihrem Betrieb mit dieser Energiepreiskrise um?

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