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Bio-Milch und -Getreide: jetzt umstellen oder nicht?

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am Dienstag, 05.05.2020 - 08:03 (Jetzt kommentieren)

Durchschnittlich fünf Bauern pro Tag stellten 2019 ihren Betrieb auf Bio um. Das hatte Auswirkungen auf den Markt: einen erheblichen Preisrutsch beim Biogetreide und lange Wartelisten bei den Molkereien. Wie geht es 2020 weiter? Die Marktexpertinnen Diana Schaack und Christine Rampold von der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) wissen es.

Wieder Chancen für Milch in Sicht

AMI-Bio-Milchmarkt braucht weiterhin Importe

Ein Wachstum von 62 Prozent – so viel hat die Produktion von Biomilch in den Jahren 2015 bis 2019 zugelegt. Unglaublich. Doch die deutschen Molkereien haben durch konsequente Mengensteuerung bereits im vergangenen Jahr das Mengenwachstum bei Biomilch gebremst. Nur so konnte der Erzeugerpreis stabil gehalten werden.

Für Umsteller ergeben sich wieder Chancen, sobald die Wartelisten wieder geöffnet werden, die Molkereien also die Möglichkeit sehen, die Bioprodukte auch gut zu verkaufen. Wichtig ist es für interessierte Landwirte, sich vor der Umstellung um die Vermarktung zu kümmern und in Gespräche mit Abnehmern zu treten.

 

Mehr Fläche für Bio-Getreide

AMI-Bio-Getreideimporte

Nicht nur bei der Biomilch, auch beim Biogetreide bietet 2020 – je nach Getreideart – Chancen. Mit Implementierung der neuen EU-Ökoverordnung ab 2021 wird zwar ein Herabsenken des Anteils von Umstellungsware auf Null Prozent diskutiert. Das würde eine noch schwierigere Umstellungsphase für die Bauern bedeuten. Andererseits wird vermutlich das Angebot an Futtergetreide deutlich sinken. Allein 2018 und 2019 dürften je mehr als 100.000 t Umstellungsgetreide angefallen sein, die dann dem Markt fehlen. Das bedeutet, dass für eine ausreichende Marktversorgung noch mehr Bioackerflächen gebraucht werden – das allerdings mit organisch wachsenden Flächen.

Der vollständige Beitrag ist unter dem Titel „Bio: Bereit für die nächste Runde“ in agrarheute Ausgabe Mai 2020 erschienen.

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