Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Baden-Württemberg

Bio-Produkte: kaum Rückstände oder Verunreinigungen

Bio-Ware in einem Unverpackt-Laden
am Freitag, 17.07.2020 - 07:04 (Jetzt kommentieren)

Das jährliche Öko-Monitoring Baden-Württemberg zeigt: Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Es gab nur in einigen Fällen etwas zu beanstanden.

Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs haben 2019 mehr als 500 Öko-Produkte untersucht – von Obst und Gemüse unterschiedlichster Herkunft bis hin zu geräucherten Fleischerzeugnissen.

Das Ergebnis: "Bio-Produkte entsprechen grundsätzlich den Vorschriften der EU-Öko-Verordnung", erklärte Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk. In den wenigen Fällen, in denen das Ökomonitoring Schwachstellen aufgezeigt habe, habe die Branche schnell reagiert und die Mängel abgestellt.

Was prüft das Öko-Monitoring Baden-Württemberg?

Das Ökomonitoring prüft die Bio-Produkte, insbesondere Obst und Gemüse, auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, auf Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO), auf mögliche Verunreinigungen bei Herstellung und Verarbeitung oder auch auf die Art der Fütterung bei der Milcherzeugung.

Ziel dieses Programms ist es, in dem weiter stark expandierenden Öko-Marktsegment Verbrauchertäuschungen besser zu erkennen und das Verbrauchervertrauen in die Qualität ökologisch erzeugter Lebensmittel zu stärken. 

Erneut nur vereinzelt Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Von den rund 360 Öko-Produkten, die 2019 auf Pflanzenschutzmittel-Rückstände untersucht worden sind, wurden sieben Proben wegen einer irreführenden Öko-Kennzeichnung beanstandet. In den Öko-Produkten wurde ein überhöhter Rückstandsgehalt gefunden. Die Vorgabe, keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel einzusetzen, wurde hier weitgehend eingehalten, dokumentiert das Öko-Monitoring. 

Die genauen Ergebnisse sowie die Dokumentation der weiteren Untersuchungen finden Sie im PDF-Dokument "Ökomonitoring 2019".

Das Öko-Monitoring Baden-Württemberg wurde 2011 ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich durchgeführt. Das Untersuchungsprogramm ist ein Gemeinschaftsprojekt der vier Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württembergs (Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Sigmaringen) in Kooperation mit der Öko-Kontrollbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...