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Studie

Bio: muss regionaler werden und Social Media nutzen

Essen mit Freunden
am Freitag, 08.05.2020 - 06:27 (Jetzt kommentieren)

Eine Studie hat ergeben: Junge Menschen sind unsicher, ob Bio drin ist, wo Bio draufsteht. Das Thünen-Institut empfiehlt eine branchenweite Kampagne zum Ökolandbau, in der die Vorzüge wie Klimaschutz und Biodiversitätserhalt stärker als bisher kommuniziert werden.

Der Wunsch nach Genuss und das Bedürfnis, seinem Körper mit Bio-Produkten etwas Gutes zu tun, sind für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die wichtigsten Einkaufstreiber. Mit Bio-Produkten verknüpfen sie: hohe Tierwohlstandards, Gesundheit, Frische und Umweltschutz. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Thünen-Institut durchgeführte Studie „JuBio“. Darin hat ein Forscherteam im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erstmals die Einstellungen und Präferenzen von jungen Erwachsenen zum ökologischen Landbau untersucht. 

Um die junge Konsumentengruppe zu gewinnen, so die Studie für das Bundesprogramm Ökolandbau, sei der Aufbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen ebenso wichtig wie die Ansprache über Social Media.

Bio ist nicht selbstverständlich regional

Das Forscherteam rät, Vorzüge wie Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität deutlich stärker als bisher zu kommunizieren. Zum anderen muss "Bio" regionaler wird. Neben einer klaren Herkunftsangabe auf der Verpackung sei es nötig, regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen auszubauen. Ziel müsse es vor allem sein, das Vertrauen der jungen Menschen in Bio-Produkte zu stärken.

Die Wissenschaftler empfehlen eine branchenweite Informationskampagne, die gemeinsam von Vertretern aus Bio-Branche und Politik getragen werden soll. Die Kampagne müsse zum einen Werte vermitteln, für die der Ökolandbau steht. Zum anderen gelte es, die Verlässlichkeit der Bio-Siegel herauszustellen. Wichtig sei darüber hinaus der Hinweis, dass für Bio-Produkte ein höherer Preis gerechtfertigt ist.

Um junge Erwachsene besser zu erreichen, empfehlen die Experten die Nutzung moderner Medien wie Social Media mit Influencern und Bloggern. Nur so sei eine hohe Reichweite und Wirksamkeit der Kampagne möglich.

Mit Material von BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)

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