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Bürokratie

Biokraftstoff: Bestandsverzeichnis 2008 bleibt weiter wichtig

von am
02.01.2018

Vorsicht beim Aufräumen Ihres Büros! Das Bestandsverzeichnis 2008 sollten Sie auch über die vorgeschriebenen zehn Jahre aufheben.

Junge Rapspflanze
© agrarfoto.com

Wenn Sie über den Jahreswechsel Ihr Betriebsbüro aufräumen, sollten Sie aufpassen, und das Bestandsverzeichnis 2008 nicht wegwerfen. Dieses Verzeichnis ist wichtig für die Biokraftstoffzertifizierung. Die Aufbewahrungsfrist für das Verzeichnis beträgt zehn Jahre und läuft demnächst ab.

Ohne einen belastbaren Nachweis über den Ackerstatus der Fläche zum Referenzstichtag gelte die Biomasse als nicht nachhaltig, warnt der Deutsche Bauernverband (DBV). Dadurch drohten wirtschaftliche Nachteile bei der Vermarktung der Biomasse.

Ohne Nachweise drohen Vermarktungsnachteile

Wie der Bauernverband erläutert, gelten seit dem Jahr 2010 für die Erzeugung von Biomasse, die zur Herstellung von Biokraftstoffen verwendet wird, Nachhaltigkeitskriterien. Deren Einhaltung bestätige der Erzeuger gegenüber seinem Abnehmer durch die sogenannte „Selbsterklärung“. Bestandteil dieser Selbsterklärung sei die EU-Vorgabe, dass die Biomasse von Flächen stamme, die bereits zum Referenzstichtag 1. Januar 2008 den Status einer Ackerfläche hatten.

Damit soll dem DBV zufolge eine gegebenenfalls klimaschädliche Landnutzungsänderung überprüft werden können. Der Nachweis über den Ackerstatus zum 1. Januar 2008 erfolge in aller Regel durch das Bestandsverzeichnis des Direktzahlungsantrags 2008.

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