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Ökolandbau

Bioland Markt wehrt sich gegen Spiegel-Vorwürfe

Landwirtschaftliche Nutzfläche in Rumänien
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
11.04.2017

Im aktuellen Spiegel wird dem Biohändler Bioland Markt unter anderem Landgrabbing in Osteuropa vorgeworfen. Nun stellt das Unternehmen einiges klar.

Logo Bioland Marktgesellschaft

In dem aktuellen Spiegel-Artikel "Not mit dem Nachschub" geht es um angebliche Mogeleien in der Biobranche. Unter anderem solle ein "Bio Agrar Fonds" derzeit auf der Suche nach Investoren sein, um großflächig in Flächen in Osteuropa zu investieren. Beteiligt sei laut Spiegel der Biohändler Bioland Markt, eine frühere Tochter des Anbauverbandes Bioland. 

"Der Spiegel - Artikel „Not mit dem Nachschub“ von diesem Wochenende tut sich schwer mit den Fakten", wehrt sich Bioland Markt in einer Mitteilung gegen die Vorwürfe. "Und das, obwohl dem Autor auf Anfrage das Geschäftsmodell des Handelsunternehmens Bioland Markt, alle Fakten und Hintergründe zu dessen Engagement in Osteuropa transparent dargestellt worden waren" heißt es weiter.

So steige das Nachrichtenmagazin ein mit Vorwürfen wie "Landgrabbing" und "spekulativen Großprojekten", um drei Absätze später zu offenbaren, dass ein entsprechendes Konzept niemals umgesetzt wurde.

'Kein 'Bio Agrar Fonds' für große Investoren'

Nach Angaben von Bioland Markt gibt es zudem auch keinen "Bio Agrar Fonds" für große Investoren, sondern drei Familien, die mit einem "langfristigen Horizont von mehr als 20 Jahren in ökologisch arbeitende Betriebe in Osteuropa investieren", so der Biohändler. Gemeint ist dabei die Bioland Agrar GmbH. Diese pachtet in der Regel landwirtschaftliche Flächen von den Kleinsteigentümern. Soziale Aspekte, die den Landwirten und Verpächtern ein faires Einkommen und eine langfristige Perspektive sichern, würden berücksichtigt.

Die Bioland Markt bezieht nach eigenen Angaben ihre Waren nur von solchen Landwirten in Rumänien, der Slowakei und der Ukraine, für die der Ökolandbau ebenso eine Lebensphilosophie ist und auf den sie ihre wirtschaftliche Zukunft aufbauen.

Auch der Bioland Verband unterstütze die dynamische Marktentwicklung und setze sich gemeinsam mit dem französischen Bio-Anbauverband FNAB dafür ein, den europäischen Biolandbau weiter zu entwickeln, heißt es in einer Stellungnahme.

Bedarf an Bio-Futtermitteln decken

Nach Sicht von Bioland Markt ist der Anbau von biologischen Rohwaren in osteuropäischen Ländern nicht nur wichtig, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Das dort herrschende Klima sei oftmals besser geeignet, eiweißhaltige Pflanzen wie Sonnenblumen, Soja, Erbsen und Luzerne in nachhaltiger Fruchtfolge für den dynamisch wachsenden deutschen Markt zu produzieren. Rohwaren, die für viehhaltende Ökolandwirte und weiterverarbeitende Betriebe in Deutschland gebraucht werden.

Bioland Markt handele seit über 10 Jahren mit europäischen Bio-Rohstoffen, die nach hohen Verbandsstandards (Bioland e.V., BioSuisse und andere, jeweils kontrolliert durch ABCERT) erzeugt werden.

Mit Material von Bioland Markt
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