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Milchmarkt

BMEL zurückhaltend bei Vorgaben zu Milchlieferbeziehungen

Rohmilch
am Freitag, 21.09.2018 - 09:24 (Jetzt kommentieren)

Das Bundeslandwirtschaftsministerium steht staatlichen Vorgaben zur Ausgestaltung der Milchlieferbeziehungen zwischen Produzenten und Molkereien weiter zurückhaltend gegenüber.

Ein staatlicher Eingriff in die genossenschaftliche Satzungsautonomie sei „gut abzuwägen“, heißt es in einem Bericht des Ressorts zur Amtschef- und Agrarministerkonferenz (AMK) kommende Woche. Darin betont das Ministerium ausdrücklich die Selbstverantwortung der Wirtschaft für eine marktgerechte und wertschöpfungsorientierte Planung der Rohstoffproduktion.

In dem Bericht wird von einem wachsenden Bewusstsein vor allem bei den führenden Genossenschaften für den Zusammenhang zwischen Marktgegebenheiten und Rohmilchanlieferung gesprochen. Indizien dafür werden in Entwicklungen gesehen, die ihren Ausdruck finden in Schlagworten wie „Mengenwachstum an Machtwachstum anpassen“ sowie „Wertschöpfung vor Menge“.

Insgesamt 13 der 16 Länder hatten bei der jüngsten Agrarministerkonferenz in Münster den Bund gebeten, die neu geschaffenen EU-rechtlichen Möglichkeiten des geänderten Artikels 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) zu nutzen und die Lieferbeziehungen zu regulieren, falls Milcherzeuger und Molkereien die Chance zur Modernisierung der Lieferbeziehungen weiterhin ungenutzt lassen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat nach dem letzten Verbändegespräch angekündigt, sie werde Anfang kommenden Jahres eine Entscheidung treffen

Mit Material von AgE

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