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Bodenmarkt

Die Bodenpreise steigen im Westen weiter

Kulturlandschaft
am Mittwoch, 14.08.2019 - 05:50 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Agrarflächen sind voriges Jahr im Westen weiter kräftig gestiegen. Im Osten stagnieren die Preise - mit einer Ausnahme.

Kaufwerte landwirtschaftlicher Flächen 2018

Der Aufwärtstrend der Bodenpreise hat in Deutschland auch 2018 angehalten. Im Durchschnitt erreichte der Kaufwert für landwirtschaftliche Flächen ohne Gebäude 25.485 Euro je Hektar; das waren 5,9 Prozent mehr als 2017. Wie die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, haben sich die Preise für Agrarflächen damit seit 2010 mehr als verdoppelt.

Der Preisauftrieb konzentriert sich inzwischen fast ausschließlich auf die westlichen Bundesländer. Im Durchschnitt der alten Länder stieg der Kaufwert um 6,9 Prozent auf 37.846 Euro je Hektar.

Im Osten stagnierte der Mittelwert hingegen bei 15.720 Euro je Hektar; das entsprach einem Plus von nur 0,6 Prozent. Damit öffnete sich die Schere der Kaufwerte zwischen Ost und West weiter.

Teurer Regierungsbezirk Münster

Kaufwerte landwirtschaftlicher Flächen nach Bundesländern

Die höchste absolute Preissteigerung auf der Ebene eines Bundeslandes verzeichnete voriges Jahr Nordrhein-Westfalen. Dort klettere der durchschnittliche Kaufwert landwirtschaftlicher Flächen um fast 5.000 Euro auf 53.067 Euro je Hektar. Damit verteuerte sich der Boden für die Landwirte dort innerhalb eines Jahres um 10,4 Prozent. Der Regierungsbezirk Münster lag mit 85.766 Euro je Hektar in NRW an der Spitze. Dort haben sich die Bodenpreise innerhalb von sieben Jahren verdoppelt.

In Hessen verteuerten sich Agrarflächen um 12 Prozent auf 17.178 Euro je Hektar, in Baden-Württemberg um 9 Prozent auf 29.244 Euro und in Schleswig-Holstein um 7 Prozent auf 28.763 Euro.

Das teuerste Bundesland blieb Bayern, wo die Preise im Mittel um 6,6 Prozent auf 64.909 Euro je Hektar anzogen. Innerhalb des Freistaats löste der Regierungsbezirk Niederbayern den bisherigen Spitzenreiter Oberbayern ab und belegte mit einem durchschnittlichen Kaufwert von 170.199 Euro je Hektar den ersten Platz.

Preissprung in Sachsen

In den ostdeutschen Bundesländern entwickelte sich der Bodenmarkt voriges Jahr differenziert. Während Sachsen mit einer Preissteigerung von 20,4 Prozent die höchste Teuerungsrate aller Bundesländer aufwies, verbilligten sich die Nutzflächen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern etwas.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren Agrarflächen im Osten in Mecklenburg-Vorpommern am teuersten mit einem mittleren Preisniveau von 20.788 Euro je Hektar, immerhin 1.034 Euro weniger als 2017. An zweiter Stelle folgte Sachsen-Anhalt mit einem leichten Plus von 1,8 Prozent auf 18.217 Euro je Hektar.

Mit Material von Statistisches Bundesamt
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