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DLG-Trendmonitor Europe

Brexit: Jeder vierte Landwirt erwartet geringere Exporte

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Julia Eder, agrarheute
am
17.10.2016

Die DLG befragte deutsche und britische Landwirte zu den Folgen des Brexits. Das sind die Ergebnisse des aktuellen DLG-Trendmonitors.

Jeder fünfte britische Landwirt sieht den Brexit positiv - und ebenso jeder Fünfte erwartet negative Auswirkungen. Das sind die Ergebnisse des DLG-Trendmonitors Europe vom Herbst 2016. Auch deutsche Landwirte wurden befragt. Hier erwartete fast jeder Vierte (23 Prozent), dass die Exporte der EU-Länder nach Großbritannien geringer ausfallen könnten.

Die DLG befragte 350 britische Landwirte speziell zum Brexit:

  • 20 Prozent (%) erwarten positive Auswirkungen
  • 22 % gehen von negativen Auswirkungen aus
  • 16 % sehen sich als Verlierer beim künftigen Zugang zum EU-Markt

Aber nicht nur der Brexit, sondern auch die allgemeine Situation wurde abgefragt. Die Ergebnisse bei den britischen Landwirten:

  • Der Zufriedenheitsindex zu den erwarteten Geschäftsentwicklungen in den kommenden zwölf Monaten stieg jedoch von 3,7 auf 3,1 Punkte
  • Die Investitionsbereitschaft steigt: 34 % wollen investieren (bei der Frühjahrsbefragung waren es nur 27 %). Das gilt insbesondere für Milcherzeuger (+10 % auf 24 %) und Schweinehalter (+19 % auf 40 %).
  • 31 % wollen ihre Kapazitäten erweitern (Frühjahr 2016: 23 %)

Das erwartet die DLG vom Brexit

Für die Landwirte in Großbritannien bedeutet der Brexit laut DLG derzeit vor allem Ungewissheit:

  1. Der Agrarhandel zwischen der EU und Großbritannien muss neu ausgehandelt werden. Der Grund: Rund 40 % der in Großbritannien konsumierten Lebensmittel werden importiert, zu einem großen Teil auch aus der EU.
  2. Offen ist auch die Zukunft der Direktzahlungen für Landwirte in Großbritannien. Zu erwarten sind sinkende Zahlungen und die Konzentration staatlicher Mittel auf Agrarregionen mit Standortnachteilen, deren Landschaftsbild etwa aus Gründen des Tourismus erhalten werden soll, vermutet DLG. Höfe in benachteiligten Regionen hoffen demnach auf stabile Zuschüsse, während sich andere Betriebe auf weniger Direktzahlungen einstellen müssen.
  3. Das bedeutet eine forcierte Fortsetzung des Strukturwandels, denn größere Betriebe, die zu geringeren Kosten produzieren, können die sinkenden Direktzahlungen eher kompensieren als kleinere und mittlere Betriebe. Letztere müssen einzelbetrieblich wachsen oder durch Kooperationen die Kosten für Maschinen und Arbeitserledigungen reduzieren, um im Markt zu bleiben, so die Experten von DLG.

Weniger Vorgaben, mehr Entscheidungsfreiheit

London plant mit dem Austritt aus der EU inklusive des Binnenmarktes den "harten" Brexit. Für Großbritannien und die EU bedeutet dies, dass die Spielregeln des Waren- und Kapitalaustausches neu verhandelt werden müssen. Das führt aktuell zum Einbruch des Pfundes gegenüber dem Euro sowie dem US-Dollar - gibt den Aktienmärkten auf der Insel aber Auftrieb. Insgesamt bleiben die Wirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung derzeit kaum abschätzbar, schreibt DLG.

Die Landwirte Großbritanniens verbinden jedoch nicht nur Nachteile mit dem Brexit. Die Betriebsleiter erwarten weniger Vorgaben aus der Politik und mehr Entscheidungsfreiheit. Der Wertverlust des Pfunds gegenüber dem Euro führt dazu, dass Agrarexporte aus Großbritannien deutlich wettbewerbsfähiger sind als vor dem Brexit-Votum.

Auch gegenüber Importen haben die Erzeugnisse aus Großbritannien wechselkursbedingt an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Dies führt bei den Landwirten zu der Hoffnung, künftig Marktanteile am britischen Markt für Agrarprodukte zurückzugewinnen. So liegt zum Beispiel der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch bei zirka 60 % und die neuen Rahmenbedingungen nähren die Hoffnung der Schweinehalter auf besser laufende Geschäfte. Zusätzlich sorgt die Senkung des Leitzinses durch die Bank von England für günstige Finanzierungsbedingungen für Investitionen, berichtet die DLG.

Quelle: aiz.info

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