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Einkommen 2015/16

Buchführungsergebnisse: Tierhalter in der Krise

Ackerbau und Tierhaltung
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Eva Eckinger, agrarheute
am
18.11.2016

Während sich die Einkommenssituation für Ackerbauern statistisch verbessert hat, befinden sich Tierhalter in einer äußerst schwierigen Zeit. Das und mehr zeigen die ersten Buchführungsergebnisse.

Die Landwirtschaftskammern stellten kürzlich die Auswertung der ökonomischen Entwicklung landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetriebe für das Wirtschaftsjahr 2015/2016 vor. Die ersten vorliegenden Unternehmensergebnisse lassen aufhorchen.

Viele Landwirte verloren Eigenkapital und haben mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Ein abschließender Überblick zu den bisherigen Buchführungsergebnissen.

Betriebsgruppen rückten weiter auseinander

Betriebe mit der Spezialisierung Pflanzenbau beendeten das Jahr mit Unternehmensergebnissen zwischen 50.000 und 73.000 Euro. Für sie ging es also noch einmal glimpflich aus. Deutlich schlechter schnitten Betriebe mit Tierhaltung ab. Sie wirtschaften alle in einer äußerst schwierigen Zeit. Schweinehalter befinden sich sogar in einer schlechteren Situation als viele Milcherzeuger.

  • Futterbau: Betriebe erreichten zwischen 30.000 und 41.000 Euro Gewinn.
  • Schweinehaltung: Betriebe erwirtschafteten zwischen 30.000 und 33.000 Euro.

Regionsübergreifend alarmierend

In den Vorjahren zeigten sich häufig Regionen, die von bestimmten Entwicklungen überproportional profitieren konnten. Das Jahr 2015/16 bietet bei einer regionalen Analyse ebenfalls kaum einen Lichtblick. Werden alle Betriebe betrachtet, zeigt sich ein durchweg schlechtes Ergebnis.

Der rechnerisch ermittelte Durchschnittsbetrieb erwirtschaftete zwischen

  • 36.000 Euro in Schleswig-Holstein und
  • 48.000 Euro in Rheinland-Pfalz.

Wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft nicht machbar

Wegen der besonderen Bedeutung von Feldgemüse und des weitgehenden Fehlens einer Veredlung sticht Rheinland-Pfalz etwas nach oben ab. Mit 69 Prozent Nettorentabilität war aber selbst im Süden eine wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft nicht machbar. Nach Norden hin rangiert diese zwischen 50 und 54 Prozent.

Knapp die Hälfte der eingesetzten Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital und Boden) konnten nicht vergütet werden. Der Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre wurde um rund ein Drittel verfehlt.

Günstiger Diesel und verhaltene Investitionen

In 2015/16 war der Diesel preiswert. Dies bot Entlastung bis zu 22 Prozent, im Normalfall 5 bis 10 Prozent und damit für einen durchschnittlichen Betrieb etwa 3.000 Euro.

Sehr zurückhaltend waren die Betriebsleiter mit Neuinvestitionen. Die Abschreibungen gingen zwischen 3 und 8 Prozent (1.000 - 6.000 Euro je Betrieb) zurück. Instandsetzungen (bis -33 Prozent) und Ersatzinvestitionen wurden verschoben und nur dann durchgeführt, wenn es sich nicht mehr vermeiden ließ.

Uneinheitliche Lage am Pachtmarkt

Deutlich gespart werden konnten Strom, Heizstoffe und Wasser. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Spanne zwischen  Minus zwölf und Minus 22 Prozent auszuweisen. Uneinheitlich war die Lage am Pachtmarkt. In Regionen mit einer ausgeprägten Veredlung stiegen die Pachtpreise um bis zu vier Prozent an. In Futterbauregionen ohne Veredlung (z. B. im Saarland) sanken die Pachtpreise um bis zu 3 Prozent.

Milchproduzenten dürften wirtschaftliches Tal verlassen

Eine grundsätzliche Erholung der Märkte ist derzeit noch nicht in Sicht, melden die Landwirtschaftskammern. Nach heutigem Kenntnisstand dürfte das begonnene Wirtschaftsjahr 2016/17 ähnlich kritisch werden, wie das zurückliegende.

Vom Abwärtstrend könnte der Ackerbau erfasst werden, während die Milchproduzenten das wirtschaftliche Tal allmählich verlassen dürften. Zur Veredlung lassen sich derzeit noch keine Prognosen treffen.

Mit Material von Verband der Landwirtschaftskammern

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