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CeresAward 2022: Die Finalistinnen der Kategorie Unternehmerin

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am Mittwoch, 15.06.2022 - 12:50 (Jetzt kommentieren)

In der Kategorie Unternehmerin überzgeugten diese drei Landwirtinnen die Jury. Wir stellen Ihnen die Kandidatinnen unserer Shortlist vor.

30 Finalistinnen und Finalisten haben es dieses Jahr wieder auf die Shortlist des CeresAwards 2022 geschafft. Sie alle haben nicht nur die Chance Sieger in ihrer Kategorie zu werden, sie können auch den Titel „Landwirt des Jahres gewinnen“. Im Sommer wird die Jury, die aus Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteuren von agrarheute besteht, wieder auf Tour gehen und den Finalisten auf den Zahn zu fühlen. Auf der großen Gala in Berlin werden dann die Sieger verkündet. 

Karin Kopold aus Brunnen (Bayern): Von der Knolle bis zum Knödel

Karin Kopolds Kartoffel-Manufaktur ist genauso, wie man sich das vorstellt. Mit den eigenen Händen und mit Liebe entsteht eine ganze Palette hochwertiger Kartoffelprodukte. Für Kartoffelliebhaber der Himmel auf Erden. Vom Reiberdatschi, über Kartoffelsalat bis hin zu süßen Knödelvarianten reicht Kopolds Angebot. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die Landwirtsfamilie in der kleinen Gemeinde Brunnen bei Schrobenhausen dem Kartoffelanbau verschrieben. Mit dem Kauf der Firma Beck‘s aus Niederbayern gelang der Unternehmerin im Jahr 2003 der Schritt vom reinen Kartoffelanbau hin zur Manufaktur. Mittlerweile unterstützen 14 Mitarbeiter Karin Kopold bei der Erfüllung ihres Traums.

Urte Meves aus Eddelak (Schleswig-Holstein): Der Bauernhof für Menschen mit Demenz

Ein Ort, an dem man gerne alt wird, junge Menschen und Kinder trifft und sogar dement oder krank sein darf – so ein Paradies hat Unternehmerin Urte Meves geschaffen. Sie ist die fünfte Generation, die auf dem Meves-Hof lebt. Auf die Idee, Menschen eine Wohlfühlort zu geben, brachte sie ihr Vater. Er erkrankte an Parkinson-Demenz und hat die Unternehmerin zu ihrem Hofkonzept motiviert. Meves ist es wichtig, dass Menschen nicht isoliert leben, sondern einen Platz zum Wohlfühlen haben und auch im Alter ein Teil der Gesellschaft bleiben. Ein intergenerativer Obst- und Gemüsegarten verbindet Jung und Alt genauso wie die unzähligen Tiere, die auf dem Hof leben. Während sich die Mitarbeiter des Meves-Hofes um Demenz-Kranke und pflegebedürftige Personen kümmern, werden auch die Angehörigen entlastet.

Manuela Holtmann aus Gillenfels (Rheinland-Pfalz): Jeder Ziegenkäse ein Unikat

Klima und Boden machen den Ziegenkäse aus der Vulkaneifel einzigartig. Aus den Grundzutaten Milch, Lab, Kultur und Salz produziert Unternehmerin Manuela Holtmann in ihrer Käserei ein unverfälschtes Slow-Food-Produkt. Doch das war nicht immer so. Erst 1995 wurde der ehemalige Milchviehbetrieb komplett auf Ziegenhaltung umgestellt. Die für die Eifel untypische Bewirtschaftungsform erwies sich als voller Erfolg. Für echte Ziegenkäse-Fans ist Manuela Holtmann ins Crowdfunding eingestiegen: Wer eine Ziege adoptiert, bekommt die verschiedenen Käsespezialitäten nach Hause geschickt. Und wem nur Käse essen allein nicht ausreicht, der kann auf dem Hof die 2.000 Jahre alte Kunst der Käseherstellung erlernen.

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