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Produktionskosten

Diesel und Heizöl: Preise auf 10-Monatstief

Zapfsäule an Tankstelle
am
01.02.2019

Für Diesel mussten Landwirte und Verbraucher im Januar weniger Geld ausgeben als im Dezember.

Heizöl konnten Landwirte im Vergleich zum Dezember ebenfalls günstiger einkaufen. In der zweiten Januarhälfte haben die Heizölpreise jedoch wieder etwas angezogen.

Ursache war der kräftige Anstieg der Rohölpreise. Diese hatten wegen der kräftigen Kürzungen der Fördermengen durch die OPEC eine deutlich Sprung nach oben gemacht. Hinzu kommen jetzt die Exportrestriktionen der Amerikaner gegen Venezuela.

Im Februar dürften die Preise für Diesel und Heizöl den aktuellen Vorgaben vom Rohölmarkt folgen. Am Terminmarkt erwartet man für die nächsten Monate allerings nur noch nur ganz leicht steigende Preise für Rohöl.

Diesel auch im Januar billiger

Dieselpreise

Die Dieselpreise sind im Januar weiter zurückgegangen. Mit rund 124,50 Cent je Liter waren die Verkaufspreise an den deutschen Tankstellen knapp 10 Cent niedriger als im Dezember. Die letzte Preisspitze vom November 2018 von 145,1 Cent wird damit um 15 Prozent bzw. 20,6 Cent deutlich verfehlt.

Außerdem ist dies der niedrigste Preis seit April des vorigen Jahres. Im Februar dürften die Preise eher wieder etwas steigen. Die Rohölpreiseder Sorte Brent haben im Januar nämlich um fast 20 Prozent zugelegt.

Dieser kräftige Kursanstieg bei Rohöl hat die Einkaufpreise und Kosten der Mineralölindustrie kräftig nach oben getrieben. Mit einiger Zeitverzögerung und dürfte sich dies auch in den Preisen für Diesel, Benzin und bei anderen Energieträgern niederschlagen.

Heizöl zieht wieder leicht an

Heizölpreise

Heizöl hat auf den sehr kräftigen Anstieg der Rohölpreise bereits reagiert. Es hat sich in der zweiten Januarhälfte etwas verteuert. Im Mittel des Monats Januar kostete leichtes Heizöl in Deutschland jedoch nur 67 Cent je Liter. Das waren nochmals 3 Cent wenig als im Dezember.

Die letzte Preisspitze vom November von 84,50 Cent wird damit um 22 Prozent bzw. 18,5 Cent sehr deutlich unterboten. Gleichzeitig ist dies der niedrigste Heizölpreis seit April des vorigen Jahres.

Ende Januar haben sich die Heizölpreise zunächst auf einem Niveau von knapp 68 Cent stabilisiert. Der jüngste Anstieg der Rohölpreise, in Verbindung mit dem Winterwetter in Deutschland, könnte die Preise im Februar noch etwas nach oben treiben.

Rohölpreise sind kräftig gestiegen

Rohöl Brent

Die Rohölpreise waren Ende im Dezember auf den niedrigsten Stand seit 17 Monaten gefallen. Europäisches Rohöl der Sorte Brent kostete zum Jahreswechsel nur noch 52 USD je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI war bis unter die Marke von 45 USD je Barrel gerutscht.

Im Januar sind die Kurse für die Sorte Brent um fast 20 Prozent auf 62 USD je Barrel gestiegen. Auslöser sind die jüngsten Produktionskürzungen der OPEC. Diese sollten das globale Angebot nach dem jüngsten Preisverfall reduzieren. Hinzu kommen die Handelsrestrektionen der USA gegen den Ölexporteur Venezuela. Diese lassen das verfügbare Angebot zusätzlich schrumpfen.

Mittelfristig geht die US-Energiebehörde EIA aber nicht von einer knappen Versorgung oder weiter steigenden Preisen für Rohöl und andere Energieträger aus. Vielmehr rechnet die EIA für 2019 mit einem überversorgten Rohölmarkt. Grund ist das anhaltend starke Produktionswachstum in den USA (Fracking) bei gleichzeitiger Abschwächung der globalen Nachfrage.

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