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Agrarförderung

Digitalisierung: Das geben die Bundesländer

am Donnerstag, 05.12.2019 - 09:10 (Jetzt kommentieren)

Landwirte sollen in die Digitalisierung investieren, um umweltfreundlicher zu wirtschaften. Ein Vergleich der Förderprogramme.

Unkrauthacke-Sensor

Digitaliserung hilft Landwirten, Dünger und Pflanzenschutzmittel effizienter und sparsamer einzusetzen. Für viele Landesagrarminister ist sie der Schlüssel, um die Auflagen aus dem Klima- und Agrarpaket zu erfüllen.

„Wir unterstützen die Landwirte dabei finanziell“, so oder so ähnlich tönt es aus den Ministerbüros. Wir haben nachgehakt, wie die Bundesländer das Anschaffen digitaler Technik denn nun genau fördern. Das Ergebnis: Spezielle Programme gibt es bis jetzt kaum. Die Förderung ist meist unspezifisch.

Bestimmte Agrarsoftware förderfähig

Eine Ausnahme stellt Bayern dar. Das Land hat für kleine und mittlere Betriebe das Sonderprogramm Landwirtschaft Digital (BaySL Digital) aufgelegt.

Im Freistaat können Landwirte 500 Euro Zuschuss für Agrarsoftware erhalten, wenn diese mindestens 1.250 Euro kostet.

Landwirte in anderen Bundesländern erhalten zwar auch eine Förderung beim Kauf von Agrarsoftware, doch nur in Verbindung mit größeren Investitionen. Nordrhein-Westfalen zum Beispiel fördert beim Kauf eines Melkroboters die Kosten für die dazugehörige Software. Voraussetzung ist, dass Landwirte das Mindestinvestitionsvolumen von 20.000 Euro überschreiten.

Zuschüsse für Pedometer und Kamerasysteme

Pedometer-Kuh

Seit November hat Bayern zudem Zuschüsse für Investitionen in Sensortechnologie zum Überwachen der Tiergesundheit eingeführt. Die Systeme müssen Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen können und ein gezieltes Monitoring ermöglichen. So gibt es beispielsweise Zuschüsse für Pedometer in der Rinderhaltung oder auch kamera- und mikrofonbasierte Monitoring-Systeme in der Schweine- und Geflügelmast. Förderfähig sind Investitionen von 2.000 bis 15.000 Euro. Ein Viertel davon schießt das Land zu.

Andere Bundesländer fördern solche Sensoren allenfalls, wenn Landwirte neue Schweine- oder Kuhställe bauen. Denn sie bieten die Unterstützung nur über das AFP an, mit entsprechend höherem Investitionsvolumen von mindestens 20.000 Euro. Meist beträgt die Basisförderung 20 Prozent, in Hessen 30 Prozent.

Eine ausführliche Übersicht zur Förderung digitaler Technologien auf den Höfen finden Sie in der aktuellen Dezemberausgabe des agrarheute-Magazins.

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