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EU-Agrarreform

Direktzahlung: Rukwied wehrt sich gegen Kappung

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Josef Koch, agrarheute
am
27.04.2018

Der Berufsstand ist nicht begeistert von einer Obergrenze für Direktzahlungen. Vor allem Familienbetriebe seien dadurch benachteiligt, meint DBV-Präsident Rukwied.

DBV-Präsident Joachim Rukwied

DBV-Präsident Joachm Rukwied lehnt eine Kappungsgrenze für Direktzahlungen entschieden ab. Dem Vernehmen nach will EU-Agrarkommissar Phil Hogan will eine Kappungsklausel für Direktzahlungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorschlagen.

Obwohl die Lohnkosten für Mitarbeiter und die Lohnansätze für Betriebsinhaber in Hogans Kappungsmodell offenbar voll angerechnet werden können, unterstützt der Deutsche Bauernverband diese Neuregelung nicht.

Zuschlag für erste Hektare ist besser

„Wir lehnen eine Kappung der Direktzahlungen entschieden ab. Dieser Vorschlag gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit vieler Familienbetriebe in ganz Europa“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied. Im Fördersystem einer Flächenprämie sei ein Zuschlag für die ersten Hektare bis zur durchschnittlichen Betriebsgröße viel geeigneter, die unterschiedlichen historisch und regional gewachsenen Strukturen der Betriebe zu berücksichtigen.

„Dieser Vorschlag schafft einen Flickenteppich in ganz Europa und wäre der Anfang vom Ende der Gemeinsamen Agrarpolitik“, befürchtet Joachim Rukwied.

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