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EU-Agrarförderung

Direktzahlungen: Geodatenantrag wird bis 2018 Pflicht

DBV/Anke Fritz/agrarheute
am
08.02.2016

Bis zum Jahr 2018 sollen flächenbezogene Agrarzahlungen vollständig auf Geodaten-Anträge umgestellt sein. In vielen Regionen müssen sich die Landwirte allerdings schon jetzt an die neue Antragstellung gewöhnen. Der DBV sieht die Umstellung kritisch.

Landwirte und Behörden stehen vor einer Umstellung der Systeme für die flächenbezogenen EU-Agrarfördermittel. Nach EU-Recht müssen die Mitgliedstaaten aus Transparenz- und Kontrollgründen Systeme zur Identifizierung landwirtschaftlicher Parzellen einrichten, die auf IT-gestützten geografischen Informationssystemen basieren. Für einen vollständigen Systemwechsel innerhalb der 13 in Deutschland etablierten Feldblock-, Flurstück-, Schlag- und Feldstücksysteme ist EU-rechtlich ein Zeitrahmen bis 2018 vorgesehen.

Bayern und Thüringen haben die Geodatenbasierte Antragstellung freiwillig bereits im Jahr 2015 eingeführt. Diese Form der Antragstellung bedeutet für Landwirte und Verwaltungen eine grafisch genaue Identifizierung landwirtschaftlicher Flächen nach Größe und Lage auf Basis digital erfasster Daten für alle flächenbezogenen Beihilfen im Rahmen der EU-Agrarförderung.

DBV: Landwirte sind auf kommende Antragstellung nicht vorbereitet

Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert an die Behörden von Bund und Ländern, die Landwirte frühzeitig über anstehende Änderungen für die Antragstellung im Rahmen der EU-Agrarförderung zu informieren. Die bevorstehende Umstellung auf Geodatenbasierte Systeme für die Förderanträge müsse gut vorbereitet werden. Verwaltungen sollten unter anderem Informationsveranstaltungen, Schulungen, Beispielvideos, Best-Practice-Fälle und praktikable EDV-Anwendungen frühzeitig anbieten. Die Landwirte seien zum jetzigen Zeitpunkt nur unzureichend auf die kommende Antragstellung (Schlusstermin 15. Mai 2016) vorbereitet und informiert.

DBV befürchtet Verluste flächenbezogener Zahlungen

Zudem forderte der DBV, dass es beim Übergang auf Geodatenbasierte Antragssysteme in keinem Bundesland zu Verlusten flächenbezogener Zahlungen, umstellungsbedingten Sanktionen und verzögerten Auszahlungen kommen dürfe.

Hier finden Sie die Forderungen des DBV zur Umstellung auf Geodaten basierte Antragstellung

 

 

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