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Analyse

Düngerpreise nach Anstieg seitwärts

Harnstoffdünger rinnt aus einem Anhänger
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
09.02.2017

Zum Jahresbeginn sind die Düngerpreise an den internationalen Märkten zum Teil kräftig gestiegen. Im Februar flachte der Preis-Anstieg jedoch merklich ab.

Im Februar bewegen sich die Kurse für Düngemittel auf dem höheren Niveau seitwärts. Bei Phosphordünger und erst recht bei Kalidünger fielen die Preisaufschläge zum Jahresbeginn deutlich moderater aus als bei Stickstoff.  Gründe für die Rallye bei Stickstoffdünger sind nach Händlerberichten unter anderem Produktionsausfälle (Odessa)und technisch bedingte Lieferprobleme (Pipeline) am Schwarzen Meer bei Ammonium und Harnstoff.

Hinzu kommt eine aktuell offenbar ebenfalls knappe prompte Verfügbarkeit von Harnstoff vor allem in China. Im Reich der Mitte war die Produktion wegen der vergleichsweise hohen Kosten deutlich gedrosselt worden.

Konsolidierung in Deutschland

  • Stickstoff: An den wichtigsten deutschen Handelsplätzen sind die Spotmarktpreise für Stickstoffdünger in der ersten Januarhälfte kräftig gestiegen. Im Februar bewegen sich die Kurse auf dem höheren Niveau überwiegend seitwärts.
  • Phosphor: Die Preise für Phosphordünger haben in Deutschland nach einem sehr kräftigen Anstieg im Januar im Februar sogar wieder nachgegeben.
  • Bei Kalidünger sind die Spotmarkpreise von Januar bis Februar moderat gestiegen.

Händler berichten indessen, dass die Nachfrage in Europa und Deutschland wegen des anhaltenden Winterwetters relativ verhalten ausfällt.  Zudem haben viele Landwirte in Deutschland und Westeuropa, nach Einschätzung von Analysten, zumindest für die erste Düngergabe ausreichend Ware eingelagert, so dass kurzfristig kein signifikanter Nachfrageschub erwartet wird.

Preise für Harnstoff und KAS

Am deutschen Markt sind die Harnstoffpreise zum Beginn in der ersten Januarhälfte ebenfalls kräftig gestiegen. Seitdem bewegen sich die Spotmarkpreise jedoch seitwärts.

Anfang Februar kostete granulierter Harnstoff an den norddeutschen Importhäfen etwa 305 Euro je t und damit 15 Euro mehr als Mitte Januar als die Preise etwa bei 290 Euro lagen. Im Dezember wurde Harnstoff in Deutschland noch für 275 Euro angeboten und damit rund 30 Euro unter dem derzeitigen Niveau.

Die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpter (KAS) sind an den deutschen  Importhäfen im Januar gestiegen und bewegen sich seitdem seitwärts. Anfang Februar lagen die Preisforderungen bei 219 Euro je t. Damit waren die KAS-Preise 11 Euro höher als Mitte Januar (208 Euro/t) und sogar 24 Euro höher als Mitte Dezember als die KAS-Preise bei 195 Euro lagen.

Die ausführliche Analyse des Düngermarkts lesen Sie auf agrarmanager.

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