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Düngerecht

Düngeverordnung soll im Mai in Kraft treten

Gülleausbringung mit garant-Schleppschuhverteiler
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Anke Fritz, agrarheute
am
11.04.2017

Das Bundeskabinett hat die novellierte Düngeverordnung mit den Maßgaben des Bundesrats beschlossen. Jetzt drückt die Regierung aufs Tempo.

Die Bundesregierung drückt nach der Zustimmung des Bundesrats bei der Düngeverordnung aufs Tempo. Das Kabinett beschloss 5. April die Verordnung zur Neuordnung der guten fachlichen Praxis beim Düngen mit den von der Länderkammer verlangten Änderungen. In Krafttreten wird die Neuregelung nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium teilte auf Anfrage von Agra-Europe mit, dass die Verkündung und das Inkrafttreten der Düngeverordnung für Mai 2017 geplant sei.

Lösungsansätze zur Umsetzung der Düngeverordnung

Zuversichtlich hinsichtlich der Lösungen zur Umsetzung der neuen Düngverordnung hat sich das Agrar- und Ernährungsforum Münsterland (AEF) gezeigt. Aus dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Projekt „Bioenergie- Region Südoldenburg“ seien zahlreiche Ergebnisse hervorgegangen. Ein Mittel zur Optimierung der Stoffströme könnte laut AEF der Aufbau einer Logistikschiene auf hohem Niveau durch GPS-gesteuerte Kombiliner sein, die Nährstoffe abtransportierten und Futtermittel zurückführten. Zur besseren Nutzung der Nährstoffe und der Reduzierung der Emissionen seien Ausbringungstechniken wie Schleppschuh, Schlitz- und Injektionstechnikverfahren von Unternehmen des Oldenburger Münsterlandes entwickelt worden und verfügbar.

Auch im Bereich der Fütterung habe es Entwicklungen gegeben, die in erheblichem Umfang zur Reduktion von Stickstoff und Phosphat beitrügen. Uwe Weddige vom Verband der Maschinenringe Niedersachsens geht davon aus, dass ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das landesweit verbindlich eingeführt werden soll, mehr Akzeptanz und Vertrauen schaffen wird. Die Unternehmen der Region hätten frühzeitig Aufbereitungsverfahren zur technischen Reife gebracht, die die Transportwürdigkeit der Gülle und der Gärreste erhöhten.Auch Messgeräte zur Bewertung der Nährstoffgehalte seien entwickelt worden.

Mit Material von Agra Europe
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