In Nordrhein-Westfalen haben bislang rund 540 landwirtschaftliche Betriebe gegenüber den Behörden ihr Interesse an Dürrehilfen gezeigt. Das berichtete Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser gestern beim Gespräch mit den Landesgruppen Bonn und Rhein-Weser des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) in Düsseldorf.
Ausdrücklich bekräftigte die CDU-Politikerin dabei den Kurs von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, erst die Ernteergebnisse abzuwarten und dann über die Hilfen zu entscheiden. In Nordrhein-Westfalen stehen an Hilfsgelder für durch die Dürre existenzbedrohte landwirtschaftliche Betriebe insgesamt 17,8 Mio Euro bereit, wovon bekanntlich das Land und der Bund jeweils die Hälfte schultern.
Nicht alle Betriebe werden die Kriterien erfüllen
Abteilungsleiter Dr. Jan Dietzel stellte ergänzend fest, dass die Antragsteller zwei Hürden zu meistern hätten. Die Vorgabe, dass Ertragseinbußen von wenigstens 30 % verzeichnet worden sein müssen, dürften laut Dietzel die Marktfruchtbaubetriebe eher nicht erfüllen, wohl aber die Futterbaubetriebe. Hinsichtlich der Bedürftigkeitsprüfung erklärte der Beamte, dass nicht alle bisherigen 542 Anträge durchkommen dürften.
Prüfung für Dürrehilfen soll unbürokratisch erfolgen
Dietzel betonte das Interesse des Ministeriums an einer unbürokratischen Durchführung. Daher werde gegebenenfalls auch die Steuererklärung für das vorletzte Jahr akzeptiert. Man gehe auch nicht an Immobilien heran, wenn es um den Einsatz von privatem Vermögen gehe, versicherte Dietzel. Das Geld werde fließen, wenn der Schaden richtig berechnet worden sei, so der Ministeriumsbeamte.
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