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Dürrehilfe

Dürrehilfe: Noch neun Bundesländer müssen unterschreiben

am
15.10.2018

Bisher haben erst 5 der 14 Bundesländer die Vereinbarungen zur Dürrehilfe unterschrieben. Allerdings laufen in einigen Ländern schon die Antragsverfahren. Steuerliche Probleme bereiten vielen Landwirten die frühe Ernte 2018.

Hand mit Geld vor einem Feld

Fünf Bundesländer haben bis Ende vergangener Woche die mit dem Bund ausgehandelten Verwaltungsvereinbarung zur Dürrehilfe dem Bundeslandwirtschaftsministerium unterzeichnet. Dabei handelt es sich um Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. In vielen Bundesländern läuft aber bereits das Antragsverfahren.

Im Berliner Agrarressort geht man davon aus, dass die noch ausstehenden Vereinbarungen in den nächsten Tagen in Berlin eingehen werden. Bis auf Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatten alle Länder ihre Beteiligung an dem Bund- Länder-Hilfsprogramm angekündigt. Das Programm ist mit insgesamt bis zu 340 Mio Euro dotiert, die jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern stammen.

Frühe Ernte bringt höhere Steuerbelastung

Eine steuerliche Mehrbelastung für eine Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben als direkte Folge der langanhaltenden Trockenheit befürchtet indes der CDU-Bundestagsabgeordnete Kees de Vries. Um überhaupt noch einen Ertrag zu erzielen, hätten Betriebe ihre Ernte bereits Ende Juni abgeschlossen.

Dies bedeute buchhalterisch eine Doppelernte imWirtschaftsjahr 2017/18, so der Abgeordnete. Dadurch entstehe für Betriebe, die ihr Feldinventar nicht bilanzieren, neben den erheblichen Ernteausfällen kurzfristig eine steuerliche Mehrbelastung. Betroffen sind de Vries zufolge mehrheitlich Wiedereinrichter und Personengesellschaften, „also die kleinen und mittleren Betriebe“.

Der CDU-Politiker sieht Berufsstand, Verbände und Politik gefordert. Notwendig sei ein schnelles und unbürokratisches Verfahren um sicherzustellen, dass die Ernte 2018 zwingend erst im Wirtschaftsjahr 2018/19 verbucht werde, auch wenn sie vor dem 30. Juni dieses Jahres eingebracht worden sei.

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