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Dürrekatastrophe

Dürrehilfen: Wo Sie jetzt schon Anträge stellen können

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Josef Koch, agrarheute
am
11.10.2018

Wer als Landwirt die Dürrenothilfen beantragen will, muss sich beeilen. Die Antragsfristen sind teilweise sehr kurz, zum Beispiel in Thüringen. In anderen Bundesländern läuft das Antragsverfahren dagegen erst später an.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am 4. Oktober die gemeinsame Verwaltungsvereinbarung zum Dürrehilfeprogramm unterzeichnet. Sie ist die Grundlage für das Bund-Länderprogramm.

Die Vereinbarung hat das Bundesministerium den Ländern zugesandt. Nach Unterzeichnung durch das jeweilige Bundesland tritt die Verwaltungsvereinbarung in Kraft. An dem Programm wollen sich 14 Länder beteiligen.

Die wichtigsten Bestimmungen zur Dürrenothilfe können Sie hier nachlesen.

Thüringen: 2. November ist Antragsschluss

Thüringen Flagge

Als erstes Bundesland hat Thrüringen die Vereinbarung unterzeichnet. Dürregeschädigte Landwirte können so bereits ab Dienstag, den 9. Oktober 2018 ihre Anträge auf finanzielle Hilfen für besonders von der Dürre betroffene landwirtschaftliche Betriebe stellen. Vorher haben sie die Gelegenheit, auf insgesamt vier regionalen Informationsveranstaltungen genaue Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zum Verfahren zu erhalten.

Das Antragsverfahren läuft bis zum 2. November 2018. Bis dahin müssen hilfebedürftige Landwirte unbedingt ihren vollständigen Antrag bei der Thüringer Aufbaubank abgeben. „Natürlich ist ein Antragszeitraum von 4 Wochen für die Antragsteller sehr ambitioniert. Allerdings besteht auch das anspruchsvolle Ziel, die Dürrehilfe noch zum Ende diesen Jahres auszuzahlen, da die Betriebe die Unterstützung dringend brauchen,“ meint Staatssekretär Dr. Sühl. 

Weitere Informationen und Downloads zur Richtlinie stehen voraussichtlich ab dem 9. Oktober 2018 auf den Internetseiten der Thüringer Aufbaubank zur Verfügung.

Das Bundesland wird voraussichtlich erst im November eine entsprechende Richtlinie über  die Dürrehilfe für existenzgefährdete Unternehmen der Landwirtschaft erlassen. Erst dann kann die Aufbaubank die Bewilligungen erteilen, falls Landwirte alle Unterlagen eingereicht haben.

 

Niedersachsen: Anträge bis zum späten Frühjahr möglich

Auf agrarheute-Anfrage teilt das niedersächsische Agrarministerium mit, dass die Antragsfrist im November beginnen soll, sofern die Voraussetzungen vorliegen. Es sei vorgesehen Anträge bis zum späten Frühjahr anzunehmen. Voraussichtlich sind die Anträge bei den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer zu stellen.

Sachsen: Anträge in Kürze möglich

Wesentlich zügiger als Niedersachsen ist Sachsen unterwegs. Dort wird das Antragsverfahren in Kürze starten. Allerdings ist der Zeitraum kürzer als in Niedersachsen. Die Antragsfrist wird laut sächsischem Agrarministerium etwa 4 bis 5 Wochen betragen.

Zuständig ist das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Weitere Informationen finden Landwirte in Kürze unter https://www.smul.sachsen.de/foerderung/115.htm

Schleswig-Holstein: Anträge online bis 30. Oktober möglich

Das Agrarministerium in Schleswig-Holstein (MELUND) arbeitet nach eigener Auskunft mit Hochdruck an einem Formular für den Dürreantrag. Er wird online geschaltet, sobald alle politischen Entscheidungen getroffen sind und die Einzelheiten feststehen.

Das MELUND strebt an, dass dies Anfang Oktober der Fall ist. Das MELUND will bereits in 2018 Vorschusszahlungen auf die Dürrehilfe möglich machen. Deshalb müssen alle Betroffenen bereits bis zum 30. Oktober den Dürrehilfe-Antrag abgeben.

Dabei sind jedoch nur wenige Informationen erforderlich, damit die grundsätzliche Hilfeberechtigung festgestellt werden kann. Bei einigen Informationen genügt vorerst eine Selbstauskunft, die Landwirte dann in der ausführlichen Begründung später belegen müssen.

Nordrhein-Westfalen: Ab Ende Oktober Anträge möglich

AF_Rüben-Dürre-Bestand

Nordrhein-Westfalen plant wie andere Länder auch mit einer vierwöchigen Antragsphase. Allerdings haben die Landwirte dort etwas mehr Zeit, bis das Antragsverfahren beginnt. 

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an den Voraussetzungen, die Dürrebeihilfen umzusetzen und zu gewähren. Anträge können Landwirte voraussichtlich ab Ende Oktober bis Ende November 2018 bei den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen stellen.

Wer die Dürrenothilfe benötigt,kann sich bei seiner zuständigen Kreisstelle melden. Sobald das Antragsverfahren anläuft, bekommt er die Antragsunterlagen zugesandt, teilt das Ministerium mit.

Für die Prüfung der Anträge und die Auszahlung der Dürrehilfen wird der Direktor der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter zuständig sein.

 

Antragsstart in Mecklenburg-Vorpommern

Seit 9. Oktober können landwirtschaftliche Betriebe Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Die Anträge auf den anteiligen Schadensausgleich können Sie bis zum 30. Oktober 2018 beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg in Schwerin, Bleicherufer 13 in 19053 Schwerin einreichen, und zwar in Papierform oder per E-Mail an h.rentz@staluwm.mv-regierung.de.

Die Anträge von Futterbau- und Ökolandbaubetrieben bearbeitet das Staatliche Amt bevorzugt.

Die Unterlagen stehen auf der Startseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt  zum Herunterladen bereit.

Sachsen-Anhalt: Antragsstart ab 15. Oktober

In Sachsen-Anhalt können Landwirte ab 15. Oktober 2018 Anträge auf Dürrenothilfen stellen. Zuständig sind die Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten, in deren Zuständigkeitsbereich die Antragsteller ihren Betriebssitz haben.

Die Antragsunterlagen sind ab dem 15. Oktober 2018 auf der ELAISA-Webseite des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie abrufbar. Antragsschluss ist der 16. November 2018.

 

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