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Milchwirtschaft

Ekosem Agrar setzt Wachstumskurs fort

Ekosem Milchviehhaltung in Nowosibirsk
am Mittwoch, 14.11.2018 - 10:55 (Jetzt kommentieren)

Die Ekosem Agrar AG, die deutsche Holding des größten russischen Milcherzeugers Ekoniva, setzt ihr Wachstum rasant fort. In Kürze führt das Unternehmen seine eigene Marke für Molkereiprodukte ein.

Stefan Dürr

In den ersten neun Monaten 2018 wuchs die Milchkuhherde von Ekoniva um mehr als ein Viertel auf rund 57.060 Tiere. Die durchschnittliche tägliche Milchleistung in dem Unternehmen stieg daher seit Jahresbeginn von 1.090 t auf rund 1.400 t. Der Milchpreis liegt in Russland derzeit nach Angaben von Ekosem bei rund 38 Cent/kg netto.

Die Milch will Ekosem künftig in größerem Maßstab selbst verarbeiten. Wie Firmengründer und Hauptgesellschafter Stefan Dürr heute auf der EuroTier mitteilte, startet in Kürze der Verkauf von Milchprodukten unter der eigenen Marke Ekoniva. Zu Beginn werden Frischmilch, Kefir, Schnittkäse, Joghurt und Quark in Supermärkten in Moskau und Umgebung angeboten.

Große Ziele gesetzt

Bis 2021 will Dürr die Milcherzeugung im Konzern auf 5.000 t täglich ausbauen. Voraussetzung ist, dass der russische Staat Investitionen in die Milchviehhaltung weiterhin großzügig bezuschusst. Im laufenden Jahr belaufen sich die Beihilfen auf 25 Prozent der Investitionskosten. Allein in diesem Jahr hat Ekosem den Bau von 14 weiteren Milchviehanlagen für mehr als 45.000 Tiere begonnen.

Die im Konzern erzeugte Milch will Dürr bis 2025 möglichst vollständig selbst verarbeiten, davon rund 40 Prozent zu Käse. Ziel ist, der russlandweit aktive, vertikal integrierte Hersteller von Milchprodukten zu werden.

Einstieg in Forsttechnik und Smart Farming

Die ebenfalls von Stefan Dürr gegründete Ekotechnika AG, der nach eigenen Angaben größte Händler von internationaler Landtechnik in Russland, übertraf im Geschäftsjahr 2017/18 (30.9.) seine im Juni bereits angehobene Prognose. Nach vorläufigen Zahlen erreichte der Umsatz mehr als 160 Mio. Euro statt der erwarteten 150 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb mit über 7 Mio. Euro zwar unter dem Vorjahresresultat von 11,6 Mio. Euro. Damit wurde die Ergebnisprognose aber erreicht. Ursache war laut Ekotechnika-Vorstand Bjoerne Drechsler ein starker Absatz in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, während das erste Halbjahr schwach verlaufen war.

In Zukunft will Ekotechnika in den Vertrieb von Forsttechnik einsteigen, und zwar als Exklusivpartner des nordamerikanischen Herstellers Tigercat. Mit John Deere zusammen baut Ekotechnika außerdem den Geschäftsbereich Smart Farming neu auf.

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