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Erdverkabelung

Erdkabel: Neue Verlegetechnik mit geringerer Wärmeabstrahlung

Neue Verlegetechnik bei Erdkabeln
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
06.04.2017

Beim Thema Erdverkabelung bereiten betroffenen Landwirten unter anderem die abstrahlende Wärme der Kabel Sorgen. Neue Verlegetechnik soll für Abhilfe sorgen.

Bei der Erdverkabelung von Hochspannungsleitungen bereiten Landwirten, deren Flächen betroffen sind, vor allem die Breite und die abstrahlende Wärme der Kabel Sorgen. Dass es auch anders geht, erfuhr das Landvolk Stade. So plant der Netzbetreiber Tennet eine Erdverkabelung durch den Kreis Stade. Drei potenzielle Vorschläge der Stromtrassen gehen quer durch den Kreis, eine davon auch durch den Kreis Zeven.

Da landwirtschaftliche Nutzung nach der Verlegung wieder möglich sein muss, informierte sich das Landvolk über eine neue Verlegetechnik, die AGS-Verfahrenstechnik.

Der Präsentation am Modell zufolge können die Höchstspannungskabel in diesem Verfahren dichter nebeneinander verlaufen. Dadurch soll die Trasse nach Angaben des Herstellers deutlich schmaler sein. Neuartige Verlegetechnik und eine Kühlung sollen zudem gewährleisten, dass Wärmeeffekte und daraus entstehende Schäden minimiert werden.

Erdverkabelung: So funktioniert die neue Verlegetechnik

Das Grundprinzip: Das Stromkabel liegt in einem Leerrohr, dem Kabeltransport­rohr. Das wiederum wird in ein wassergefülltes Rohr in der Erde eingeführt. Die Auftriebskräfte des Wassers erlauben einen schonenden Kabeleinzug. Wie ein U-Boot schwebt das Stromkabel im Wasserbett. So können ultralange Kabel boden- und naturschonender verlegt werden.

Nach Aussagen der Ingenieure ließe sich an geeigneten Standorten die Anzahl der Kabelverbindungen durch Muffen, die als störungsanfällig gelten, reduzieren. Da die Kabel frei beweglich in Rohren liegen, könnten Störungen behoben und beschädigte Kabel ausgetauscht werden, ohne die Trasse zu öffnen. Zudem reduziere die Wasserkühlung die Abwärme, die die Kabel an den Boden abgeben würden.

Erdverkabelung: Alternative noch nicht festgelegt

Ob Tennet und die Bundesnetzagentur das neue Verfahren in der Alternativenauswahl favorisieren, ist noch unklar. Nach Absprache mit den Sta­der Stadtwerken kann das Verfahren an der Harsefelder Straße zwischen Stade und Harsefeld an einer Teststrecke begutachtet werden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Verfahren auf der Hannover Messe (24. bis 28. April) in Halle 27 kennenzulernen.

Mit Material von Landvolk
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