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Künstliche Bewässerung

Erträge sichern im Klimawandel: Landwirte haben stärker investiert

Bewässerungsanlage auf einer Ackerfläche
am Dienstag, 26.10.2021 - 14:12 (Jetzt kommentieren)

Innerhalb von zehn Jahren hat die bewässerte landwirtschaftliche Fläche um mehr als ein Drittel zugenommen. Ein weiterer Ausbau der Bewässerung ist aber nicht leicht.

Aus den Daten der Landwirtschaftszählung 2020 ermittelte das Statistische Bundesamt (Destatis), dass sich die bewässerte Freilandfläche in Deutschland im Jahr 2019 auf etwa 506.500 Hektar belief. Das entspricht im Vergleich zu 2009 einem Anstieg von 36 Prozent.

Die Investition in eine Bewässerungsanlage hängt jedoch nicht nur von der finanziellen Situation, sondern auch von regionalen Auflagen und der Wasserverfügbarkeit ab. Daher ist der Anteil der bewässerbaren Freilandfläche noch gering, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Bewässerbare Flächen in Hamburg und Niedersachsen am häufigsten

Statistik zur bewässerbaren Fläche in den 13 Flächenländern

Weniger stark im betrachteten Zeitraum angestiegen ist die Fläche, die mit entsprechender Technik versehen ist und potenziell bewässert werden kann. Schon 2009 gab es in Deutschland 639.000 Hektar, die mit Bewässerungssystemen ausgestattet waren. Diese Fläche hat sich auf 768.300 Hektar im Jahr 2019 vergrößert, was einen Zuwachs von 20 Prozent bedeutet.

Die bewässerbare Fläche aus 2019 entspricht fünf Prozent der Freilandflächen insgesamt. Weit über dem Durchschnitt lagen Hamburg und Niedersachsen, die ihre Freilandflächen zu 15 Prozent beziehungsweise 14 Prozent bewässern konnten. Ohne Einbeziehung der Stadtstaaten ist der Abstand des Agrarlandes Niedersachsen zum zweitplatzierten Flächenland Nordrhein-Westfalen deutlich. Dort konnten 2019 etwa sechs Prozent der Fläche bewässert werden. Auf Rang drei folgt das Bundesland Rheinland-Pfalz, das mit etwa fünf Prozent bewässerbarer Freifläche schon im Durchschnitt liegt. Weniger als ein Prozent der Fläche konnten im Saarland bewässert werden. Die beiden vorletzten Plätze belegen in der Landwirtschaftszählung Thüringen und Sachsen.

Wasserknappheit kann zu Einschränkungen bei der Bewässerung führen

Einerseits sei der bundesweite Anteil mit Blick auf die zunehmenden Dürreperioden gering, kommentiert das Statistische Bundesamt. Andererseits sei der Ausbau der Bewässerungskapazitäten mit hohen Kosten verbunden, weshalb die Investition für Landwirte in jedem Fall wirtschaftlich sein sollte. Die Wirtschaftlichkeit sei aber wegen der regionalen Auflagen und der verfügbaren Wasserkapazität nicht gesichert.

Der wichtigste Faktor für eine Bewässerung bleibt natürlich die von Jahr zu Jahr unterschiedliche Regenmenge. Während 2009 die vorhandenen Bewässerungssysteme zu 58 Prozent genutzt wurden, waren es im trockenen Jahr 2019 schon 66 Prozent.

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