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Agrarkrise

Frankreich: Mehr Betriebsinsolvenzen in 2017

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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
05.02.2018

In Frankreich haben sich im vergangenen Jahr 1554 Agrarbetriebe insolvent gemeldet. Das sind 9,7 Prozent mehr als 2016.

Das geht aus der Jahresbilanz des Wirtschaftsbüros Altares hervor, wie die Presse-Agentur Agra-Europe schreibt. Eine besonders hohe Zahl an Tierhaltern, insgesamt 725, ging im letzten Jahr Konkurs. Das waren 18,9 Prozent mehr als 2016. Im Pflanzenbau meldeten 5,2 Prozent mehr Agrarbetriebe Insolvenz an. Insgesamt erklärten sich 584 Pflanzenbaubetriebe für zahlungsunfähig.

Die Anzahl der Insolvenzverfahren von Jagd-, Fischerei- und Forstbetrieben ging stattdessen leicht zurück. 245 Betriebe beantragten Gläubigerschutz. Das waren 2,4 Prozent weniger als 2016.

Bourgogne-Franche-Comté und Pays de la Loire besonders betroffen

In der Region Bourgogne-Franche-Comté, im Osten von Frankreich, gingen besonders viele Agrarbetriebe Konkurs. Die Zahl der geschäftsunfähigen Betriebe stieg um 44,8 Prozent an. Mit 46,7 Prozent waren vor allem die Tierhalter betroffen. Auch im Westen von Frankreich, in der Region Pays de la Loire, stieg besonders die Zahl der insolventen Tierhalter (64,0 Prozent) an. 

In der Region Auvergne-Rhône-Alpes, südöstlich von Paris, gingen 35,4 Prozent mehr Agrarbetriebe als 2016 insolvent. Mit 56,7 Prozent traf es vor allem die Pflanzenbaubetriebe.

Lebensmitteleinzelhandel: Ebenfalls mehr Insolvenzen

Im Lebensmitteleinzelhandel und -großhandel meldeten sich 9,5 beziehungsweise 2,7 Prozent mehr Unternehmen zahlungsunfähig. Auch 1,8 Prozent mehr Backwaren- und Teighersteller gingen insolvent.

In der gesamten Lebensmittelindustrie sanken die Unternehmenspleiten dagegen um 4,7 Prozent. Auch bei den Handel treibenden Unternehmen meldeten 2,3 Prozent weniger Konkurs an. 

Mit Material von Agra-Europe

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