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Preiskorrektor (vorerst) beendet

Futtergerste/Deutschland: 126 bis 145 Euro je Tonne

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Eva Ziegler/agrarheute
am
26.02.2016

Das Auf und Ab der Gerstenpreise (Futtergerste) hat offenbar ein Ende: Die Drittlandsexporte stützen den Preis.

Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich übertreffen die bisherigen Verkäufe von Futtergeste in Drittländer die Vorjahresmengen deutlich. Und das, obwohl im vergangenen Jahr Rekordwerte verzeichnet wurden. Das berichtet agrarmanager-Marktexperte Dr. Olaf Zinke.

Der florierende Export wirkt sich offenbar positiv auf den Preis aus: War der Marktwert für Futtergerste Mitte Februar noch kräftig eingebrochen, haben sich die Preise Zinke zufolge vergangene Woche kaum mehr verändert.

Exporthafen Hamburg: Futergerste für 145 Euro je Tonne

Am deutschen Exporthafen Hamburg handelte man Futtergerste am Montag (22. Februar) für die Anlieferung im Februar mit 145 Euro/t. Das waren ähnlich hohe Preise wie vor einer Woche (145 Euro).  Mitte Januar lagen die Preise im Hamburg allerdings noch bei rund 150 Euro und zum Beginn des Jahres sogar bei rund 160 Euro.

Osten/Südwesten: Futtergerste notiert zwischen 126 und 142 Euro

An den ostdeutschen Handelsplätzen lagen die Preise zu Wochenbeginn (22. Februar) zwischen 126 Euro und 128 Euro - und damit fast so hoch wie vor acht Tagen. Mitte Januar hatte man Futtergerste in Ostdeutschland allerdings noch für 134 bis 136 Euro gehandelt und zum Jahreswechsel lagen die Preise bei 138 bis 140 Euro.

Ab südwestdeutscher Station (Mannheim) notierte man die Futtergerste mit 140 bis 142 Euro und damit nochmals zwei bis drei Euro niedriger als vor acht Tagen (143 bis 144 Euro). Mitte Januar lagen die Preise ab südwestdeutscher Station sogar noch bei 148 bis 149  Euro.

Europäischer Gerstenexport stützt die Preise

Der europäische Gerstenexport läuft stetig und stützt die Preise am europäischen Binnenmarkt. Dabei ist die in Drittländer verkaufte Menge Gerste weiterhin deutlich größer als in den beiden Vorjahren.

Nach den Angaben der EU-Kommission wurden bis zum 16. Februar des laufenden Wirtschaftsjahres bereits 6,6 Mio. t Gerste (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das sind 1,1 Mio. t mehr als im bisherigen Rekordjahr 2014/15 zum gleichen Termin.

Deutschland verkaufte bislang 1,93 Mio. t Futtergerste in Drittländer und damit 0,3 Mio. t mehr als im Vorjahr.

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