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Schenkungssteuer

Grundstücke sind besser als hohe Geldbeträge

am Dienstag, 22.01.2019 - 17:56 (Jetzt kommentieren)

Um Schenkungssteuer zu sparen, ist es besser Grundstücke als hohe Geldbeträge zu übergeben. Aber Sie müssen einige Dinge beachten.

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Wer größeres Geldvermögen an seine Nachkommen übergeben möchte, muss nicht unbedingt mit einer hohen Erbschaftsteuerlast rechnen. Wer das Geld zunächst in Ackerland, Wiesen, Wälder, Gebäude und andere Wirtschaftsgüter investiert, die land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, kann sich viele Steuern sparen.

„Die auch mittelbar mögliche Schenkung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen führt zu einer oftmals viel günstigeren Bewertung als ein geschenkter Geldbetrag“, sagt Ecovis-Steuerberater Markus Böhm in Bayreuth, „interessant ist es auch, Wirtschaftsgebäude zu schenken, die die Steuerbelastung drücken“.

Bedingungen prüfen

Natürlich entstehen beim Kauf eines Grundstücks gegenüber einer reinen Geldschenkung erhebliche Kosten. Und für die günstige Bewertung des landwirtschaftlichen Grundbesitzes gilt die Bedingung, dass der Grund innerhalb von 15 Jahren nicht zu außerlandwirtschaftlichen Zwecken verkauft oder umgenutzt wird.

Ebenso ist es denkbar, Wirtschaftsgebäude durch eine mittelbare Grundstücksschenkung zu übertragen. Hier ist eine noch günstigere Bewertung vorstellbar. Während Grundstücke mit den kapitalisierten Pachtpreisen anzusetzen sind, werden Wirtschaftsgebäude im Besatzkapital erfasst.

Durch die pauschale Bewertung des Besatzkapitals spielt es keine Rolle, ob mehr oder weniger Wirtschaftsgebäude vorhanden sind. Wird ein Gebäude geschenkt, erhöht sich damit nicht der schenkungsteuerliche Wert des Betriebs. Und mangels Werterhöhung gibt es keine Bemessungsgrundlage für die Schenkung.

Verschonungsregel greift nur bei unmittelbarer Schenkung

Mähdrescher vor Betrieb

Eine Verschonung von der Erbschaftsteuer wie bei der Hofübergabe fällt für die mittelbare Grundstücksschenkung flach. Die gibt es nur für eine unmittelbare Übertragung. Der Schenkende muss bereits im Besitz der Flächen sein, bevor er diese übergibt.

Für unmittelbare Schenkungen reicht es aus, wenn die übertragenen Grundstücke beim Erwerber bewertungsrechtlich einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft darstellen. Auch ein einzelnes Grundstück kann ein Betrieb sein. Der Schenker muss daher vorher nicht Inhaber eines Betriebs sein oder er kann auch aus einem Betrieb heraus einzelne Grundstücke weiterverschenken. Gebäudeneubauten oder -erweiterungen sind kein Betrieb und daher nicht begünstigt.

So entgehen Sie der Schenkungsteuer

Ein Beispiel zeigt, wieviel Erbschaftsteuer Sie bei der Übergabe von Grundstücken sparen können. Landwirt Berthold hat zwei Millionen Euro auf der Bank, die seine Tochter bekommen soll. Trotz des Freibetrages von 400.000 Euro muss die Tochter 1,6 Mio. Euro versteuern. Bein einem Steuersatz von 19 Prozent fallen so 304.000 Euro Schenkungssteuer an.

Auf Empfehlung seines Steuerberaters erwirbt der Vater für die zwei Millionen Euro 20 Hektar landwirtschaftliche Grundstücke. Laut gesetzlicher Vorgabe sind die Grundstücke mit einem Wert von rund 80.000 Euro anzusetzen. Damit ist der Wert vollkommen über den Freibetrag abgedeckt. Somit fallen keine Schenkungssteuer an.

Mit Material von Ecovis

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