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Niedersachsen

Güllenotfallplan: Antrag für Havarie-Erlass nicht vergessen

Güllepfütze auf dem Boden
© Christian Schwier/AdobeStock
von am
02.01.2018

Die Düngebehörde weist darauf hin, dass sowohl für den Havarieerlass und als auch für die Ausnahmegenehmigung Anträge zu stellen sind.

Aus aktuellem Anlass weist die Düngebehörde daraufhin, dass sowohl für den Havarieerlass gemäß §8 Abs. 2 WHG als auch für Ausnahmegenehmigungen gemäß §6 Abs. 10 DüV für Düngemitteln mit weniger als 2% TM in jedem Fall ein Antrag bei den zuständigen Stellen zu stellen ist.

Zuständig für den Havarieerlass gemäß §8 Abs. 2 WHG sind die Wasserbehörden des Landkreises. Anträge gemäß §6 Abs. 10 DüV sind an die Düngebehörde (LWK) zu richten.Bereits am 7. Dezember ein Notfallplan für Gülle verkündet.

Das steht im Havarieerlass

Für Fälle, in denen sich Betriebe in einer solchen Notstandssituation an die zuständigen unteren Wasserbehörden (UWB) wenden. Kommt die Untere Wasserbehörde (in Abstimmung mit der Düngebehörde) zu dem Schluss, dass die Aufbringung einer zur Gefahrenabwehr notwendigen Güllemenge auf landwirtschaftliche Flächen erforderlich ist, kann diese als Notstandsmaßnahme in Betracht kommen.

 

Diese Beschränkungen sollen eingehalten werden:

  • Keine Aufbringung auf Flächen, die nicht durchgängig bewachsenen sind. Kulturen mit durchgängigem Bewuchs sind insbesondere Winterraps, Feldgras, Zwischenfrüchte und Grünland.
  • Keine Aufbringung über eine Menge von 10 m3/ha hinaus.
  • Festlegung der Gesamtmenge für den Betrieb in m3.
  • Einhaltung eines Mindestabstandes zu Gewässern I.,II., und III. Ordnung von mindestens 10 m. Auf Flächen mit Grüppen ist ein direkter Eintrag oder das Abschwemmen von Düngemitteln über Grüppen in Gewässer unbedingt zu vermeiden.
  • Aufbringung nur auf ebenen Flächen; keine Aufbringung auf hängigen Flächen, die an Gewässer angrenzen.
  • Ausbringung ausschließlich mit bodennaher Ausbringtechnik (z.B. Schleppschlauch).
  • Keine Ausbringung in Überschwemmungsgebieten und in Trinkwassergewinnungsgebieten.
  • Verpflichtung, die aufgebrachten Nährstoffmengen (N und P) in der Düngeplanung sowie im Nährstoffvergleich zu berücksichtigen.
  • Vorlage eines Lagerraumkonzeptes für Wirtschaftsdünger gem. den Vorgaben im Verwertungskonzept auf Grundlage des neuen Düngerechts (spätestens drei Monate nach der Ausbringung in der Notstandssituation) und fachrechtliche Prüfung durch die Düngebehörde.
  • Umfassende Dokumentation.
  • Nachrichtliche Unterrichtung der zuständigen Umweltpolizei.
  • Keine Ausbringung im Einzugsgebiet der 27 großen niedersächsischen Seen, ggf. Rücksprache mit der obersten Wasserbehörde.
Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Agritechnica: Das sind die Neuheiten zur Gülleausbringung

Das Gerät SynCult zur Gülleeinarbeitung von Vogelsang wird auch für die Kurzscheibenegge Fox von Pöttinger und für die neuen Joker von Horsch verfügbar sein. © Culiuc/ah
Auch die Swing Max Gülleausbringungstechnik mit Schleppschlauch war auf der Messe zu sehen. © Culiuc/ah
Die BaseRunner Schleppkufe ist laut Vogelsang für die bodennahe Gülleausbringung geeignet. © Culiuc/ah
Aufgrund der gewichtsoptimierten Konstruktion ist die BaseRunner Schleppkufe erstmalig auch bei hohen Arbeitsbreiten bis zu 30 Meter einsetzbar.  © Culiuc/ah
XTill VarioCrop von Vogelsang: Mit dem XTill VarioCrop kann der Landwirt die streifenförmige Bodenbearbeitung mit Gülleunterfußdüngung unabhängig von den Kulturarten durchführen. © Culiuc/ah
Auf der Agritechnica stellte Oehler die neue Fahrzeugbaureihe Uniline vor. Der ZDK 180 U ist ein 18-Tonnen-Zweiachs-Dreiseitenkipper. © Culiuc/ah
Die neuen agroliner Abschiebewagen und terraliner Muldenkipper von Kröger wurden ebenfalls auf der Agritechnica ausgestellt. © Culiuc/ah
Die Abschiebetechnik von Kröger soll eine schnelle und sichere Entladung auch auf unbefestigtem oder abschüssigem Boden gewährleisten. Den terraliner Schwerlast-Muldenkipper gibt es in drei unterschiedlichen Modellen: MUP 20VG, MUP 20HP und MUP 30HP. © Culiuc/ah
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