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Ökolandbau

Gute Nachfrage nach Bio-Produkten

Brot und Backwaren
am Donnerstag, 25.06.2020 - 14:31 (Jetzt kommentieren)

Bio-Lebensmittel erleben in der Corona-Krise einen deutlichen Aufschwung. In Bayern sehen Branchenvertreter gute Chancen für Umsteller.

Der Absatz von Bio-Produkten ist in den verschiedenen Absatzkanälen in den letzten Monaten deutlich angestiegen, wie die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) bei einer Presseveranstaltung auf dem Biohof Lex berichtete. Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einkauf für Bio-Produkte. Insbesondere regionale Bio-Verbandsware ist laut LVÖ gefragt.

Bäckereien und Einzelhandel verkauften zuletzt beispielsweise wesentlich mehr Bio-Mehl und Bio-Backwaren. In der Folge waren unter anderem Bio-Weizen und Bio-Hafer stark nachgefragt. Darüber hinaus sind Bio-Ferkelerzeuger und -Mastschweinehalter wieder gesucht, da auch der Bio-Fleischabsatz steigt.

Umstellung ist wieder interessant

Viele Bauern seien bereit, auf ökologischen Landbau umzustellen, da der Ökolandbau gute wirtschaftliche Perspektiven bietet. Dafür benötigen sie die richtigen politischen Rahmenbedingungen. In jüngster Zeit haben bereits viele Ackerbaubetriebe auf Ökolandbau umgestellt.

"Die Bauern stellen gerne um und der Markt bietet gute Chancen", berichtet Andreas Hopf, Geschäftsführer der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH.

Politik muss Signale senden

Heigl und Lex

"Die Bauern stehen bereit, die Branche ist gut aufgestellt, der Markt ist da", resümiert Hubert Heigl, Erster Vorsitzender der LVÖ. Die positive Entwicklung müsse nun mit den richtigen politischen Maßnahmen flankiert werden. Dies gelte in allen Bereichen – von der Agrarforschung über die Ausbildung in den Grünen Berufen und in der Verarbeitung von Lebensmitteln bis hin zum Lebensmitteleinkauf der öffentlichen Hand. "Wenn auch der Staat die Weichen klar auf bio stellt, wird sich der bayerische Ökolandbau in den nächsten Jahren sehr positiv entwickeln", ist sich Heigl sicher.

In Bayern wirtschaften aktuell rund 10.800 landwirtschaftliche Betriebe auf einer Fläche von rund 370.000 ha nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Die Hälfte der in Deutschland produzierten Öko-Milch kommt aus Bayern. Auch bei der Verarbeitung von Ökoerzeugnissen ist Bayern mit rund 4.000 Betrieben führend.

Mit Material von LVÖ

Lesetipp: Warum Naturland-Präsident Heigl einen Neustart der Agrarpolitik will

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