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Landwirtschaft in der Corona-Krise

Heute landen die ersten Sonderflüge mit Erntehelfern

Ein Airbus der Fluggesellschaft Eurowings
am Donnerstag, 09.04.2020 - 10:08 (Jetzt kommentieren)

Am heutigen Gründonnerstag werden die ersten Sonderflüge mit Erntehelfern aus Osteuropa in Deutschland landen. Rund 20.000 Saisonkräfte wurden bereits registriert.

Die Saisonkräfte werden mit Sonderflügen der Lufthansa-Tochter Eurowings reisen. Bislang sind zwei Landungen am Flughafen Düsseldorf sowie eine am Flughafen Berlin-Schönefeld bestätigt. An den darauffolgenden Tagen werden auch Flüge in Karlsruhe erwartet.

Wie viele Menschen in den Fliegern sitzen werden, wurde zunächst nicht bekannt. Die Helfer werden unter anderem dringend für die Spargelernte gebraucht.

Rukwied erleichtert: Die Betriebe bleiben arbeitsfähig

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßte die Einreise von ausländischen Erntehelfern. „Wir sind erleichtert: Durch diese Regelung bleiben unsere Betriebe arbeitsfähig“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied dem „Bayerischen Rundfunk“.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich am vergangenen Donnerstag geeinigt, 80 000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40 000 Menschen kommen.

Flugreise erhöht die Kosten

Insgesamt seien schon etwa 20 000 Erntehelfer registriert, sagte am Mittwoch eine Pressesprecherin der Fluggesellschaft Eurowings in Köln. Sie kämen nicht nur aus Rumänien, sondern zum Beispiel auch aus Polen und Bulgarien.

Rukwied hofft zwar, dass auch Erntehelfer aus Deutschland zum Einsatz kommen können. Allerdings hätten die ausländischen Saisonkräfte mehr Erfahrung: „Ohne die wäre es nicht gegangen“, sagte Rukwied. Die Einreise per Flugzeug führe allerdings zu höheren Kosten, räumte Rukwied ein. Höhere Preise für Agrarprodukte könne man daraus aber noch nicht ableiten. „Da müssen wir mal die nächsten Wochen abwarten, wohin die Reise geht.“

Mit Material von dpa

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