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Agrarkrise

Höfe-Sterben: 3.400 Milchviehbetriebe und 1.400 Schweinehalter geben auf

Luftbild eines Dorfes
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Julia Eder, agrarheute
am
29.06.2016

Das Statistische Bundesamt belegt nun, was seit Monaten absehbar war: Die Zahlen aus den Rinder- und Schweinebetrieben sind im vergangenen Jahr gesunken - zum Teil auf einen Langzeit-Tiefpunkt.

Wie schwer das vergangene Jahr für viele Landwirte war, schlägt sich nun in konkreten Zahlen nieder: Zum Stichtag 3. Mai 2016 gab es in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr:

  • 3.460 Milchviehhalter weniger (-4,6 %)
  • 3.446 Rinderhalter weniger (-2,3 %)
  • 1.400 schweinehaltende Betriebe weniger (-5,4 %)
  • 900 Zuchtsauenbetriebe weniger (-9,4 %).

Diese Zahlen veröffentlichte das Statistischem Bundesamt (Destatis).

Stabile Rinderbestände auf weniger Betriebe verteilt

Aktuell gibt es nun noch 147.919 Rinderhalter und 71.302 Milchviehhaltungen in Deutschland. Der Rückgang der Betriebe spiegelte sich jedoch nicht in den Beständen wieder: Insgesamt werden in Deutschland noch rund 12,56 Mio. Rinder (-0,7 %) und 4,27 Mio. Milchkühe (-0,3 %) gehalten. Mehr als die Hälfte des Rückgangs des Bestands fällt allein auf die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen zurück.

Niedrigster Schweinebestand in fünf Jahren

Der Schweinebestand verringerte sich gegenüber Mai 2015 um 3,7 % oder rund 1 Million Tiere. Das ist der niedrigste Schweinebestand der vergangenen fünf Jahre. Der Rückgang betraf dabei sämtliche Kategorien. Am größten war er jedoch bei den Jungschweinen (-5,1 %) und den Zuchtsauen (-5,6 %).

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