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Saisonkräfte

Höherer Mindestlohn gilt nur für 2 Monate

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Josef Koch, agrarheute
am
25.10.2017

Der Mindestlohn in der Landwirtschaft steigt ab November. Ab 2018 gilt aber der gesetzliche Mindestlohntarif, der sogar niedriger ist.

Ab 1. November steigt der Mindeststundenlohn in der Land- und Forstwirtschaft von 8,60 Euro auf 9,10 Euro. Allerdings gilt der höhere Satz nur bis Ende 2017, denn ab 2018 greift dann der gesetzliche Mindestlohn. Dieser liegt für 2018 bei 8,84 Euro je Stunde.

Wer noch 2017 Arbeitsverträge mit kurzfristig Beschäftigten macht, sollte daher vereinbaren, dass ab 2018 der gesetzliche Mindestlohn greift. Auch wenn der Mindestentgelt-Tarifvertrag für Land- und Forstwirtschaft Ende 2017 ausläuft, bleibt auch beim gesetzlichen Mindestlohn die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten für kurzfristig Beschäftigte erhalten.

Tipp: Um mehr Rechtssicherheit zu haben, sollten Sie bei solchen Verträgen die über den Jahreswechsel gehen, den Arbeitnehmer informieren und im Vertrag festhalten, dass sich er Mindestlohn ab 2018 entsprechend verringert. Sollte ein Arbeitnehmer später trotzdem vorGericht ziehen, weil er angeblich von einem geringeren Lohn nichts wusste, dürfte er wohl wenig Erfolgschancen haben.

3 Monate sind noch kurzfristig

Zumindest in 2018 gilt noch die Regelung, dass die Kurzfristigkeit 3 Monate beträgt. Sollte die neue Bundesregierung diese Ausnahmeregelung nicht verlängern, wird die Kurzfristigkeit ab 2019 nur noch wie früher 2 Monate betragen. Für viele Landwirte, die Saisonkräfte beschäftigen, wäre dies eine Verschlechterung.    

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