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Hofläden in der Rezession

Hofläden in Not: So kommt Landwirt Wolper durch die Krise

Landwirt Hendrik Wolper und Sophie Rossmann im Interview in ihrem Hofladen in Einbeck Salzderhelden

In der Corona-Krise noch der große Gewinner, stehen viele Hofläden heute wegen der steigenden Gas- und Strompreise unter immensem wirtschaftlichem Druck. Ebenso wie andere Spezialisten im Lebensmitteleinzelhandel, zum Beispiel Bio- und Naturkostläden, Feinkosthändler oder Metzgereien, spüren auch die Direktvermarkter unter den Landwirten zunehmend den Druck des Abschwungs. Sie alle verzeichnen nach dem GfK Haushaltspanel zweistellige Umsatzeinbußen in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Und eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. 

am Montag, 26.09.2022 - 11:45 (1 Kommentar)

Sorgenvoll in die Zukunft blickt auch Hendrik Wolper. Der Landwirt aus Einbeck Salzderhelden führt den elterlichen Ackerbaubetrieb mit Legehennen in Mobilstallhaltung nun in dritter Generation. Schon länger war die Familie in der Direktvermarktung der eigenen Produkte aktiv. Zuerst in einem kleinen Hofladen im Keller des Wohnhauses reifte während der Corona-Pandemie der Schluss, in ein größeres Geschäft zu investieren. Der Neubau auf der Hofstelle eröffnete schließlich im Oktober 2021. Gemeinsam mit Freundin Sophie Rossmann zieht Wolper ein erstes Resümee: „Weihnachten war auf jeden Fall das Hauptgeschäft“.

Trotz der Pandemie könne man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Und doch seien die Sorgen da. „Ich mache mir schon Gedanken, was mit uns wird, wenn die Kaufkraft nachlässt, weil das Geld der Menschen woanders hinfließen muss“, sagt der 28-Jährige und meint damit natürlich vor allem die explodierenden Energiepreise. 
„Wir müssen uns sichtbarer machen“, wirft Sophie Rossmann ein. Werbung sei in Zukunft ein wichtiges Thema für den Laden, gemeinsam mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Glühweinverkauf zur Weihnachtszeit.
 

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