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Umsetzung Nitratrichtline

Hohe Nitratwerte im Grundwasser: Deutschland auf Platz 2

Wasserprobe im Röhrchen
© science photo/AdobeStock
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Anke Fritz , agrarheute
am
07.05.2018

Die EU-Kommission hat einen Bericht zur Umsetzung der Nitratrichtlinie veröffentlicht. In Malta, Deutschland und Spanien sind die Nitratwerte im Grundwasser am höchsten.

Deutschland liegt bei der Nitratbelastung von Grundwasser im Vergleich aller EU-Mitgliedstaaten weit vorn. Das geht aus dem Bericht der EU-Kommission über die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie hervor. Demnach weist Malta die höchsten Nitratwerte im Grundwasser auf, gefolgt von Deutschland und Spanien. Angegeben wird von der Brüsseler Behörde auch die Belastung des Trinkwassers. Hier finden sich die höchsten Gehalte an Nitrat in Malta, Belgien sowie Großbritannien.

Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft geht zurück

Zusammenfassend zieht die Brüsseler Behörde ein positives Fazit. So gebe es insgesamt weniger Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft. Zudem zeige der vorgelegte Bericht, dass die Richtlinie in den letzten zwei Jahrzehnten erfolgreich zur Verringerung der durch Nitrate in Oberflächen- und Grundwasser verursachten Wasserverschmutzung beigetragen habe.

Trotzdem seien weitere Anstrengungen zur Nitratreduzierung erforderlich, so die Kommission. Der Bericht verweist insbesondere auf die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Gerade in den betroffenen EU-Ländern seien weitere Anstrengungen erforderlich, um die Gewässer in der Europäischen Union in einen „guten Zustand“ zu bringen.

 

Mit Material von AgE

Gülleverschlauchung: Ein Praktikerbericht

Gülleverschlauchung auf Acker
Agrarheute-Leser Michi Winterstein arbeitet bei einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen in Ostholstein. Im letzten Frühjahr hat die Firma mit der Verschlauchung begonnen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung mit Traktor
Dafür haben sie eine sechs Meter Scheibenegge und ein 15 Meter breites Schleppschuhgestänge. Entwickelt wurde das Gerät von Perwulf.  Das Lohnunternehmen kann die Gülle mit der Pumpe 1600 Meter verschlauchen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung mit Case IH
Michi lobt die Ausbringtechnik als sehr bodenschonend. Das Lohnunternehmen fahre mit circa 9-11 Tonnen über die Flächen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung im Sonnenschein
Zudem sei durch den Durchflussmengenmesser eine exakte Ausbringung möglich. Die Nährstoffe würden genau dorthin gelangen, wo sie auch hin sollen, da die Gülle eingeschlitzt oder mit der Scheibenegge gleich eingearbeitet wird, so Michi. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung Technik
Michi erklärt: "Da wir ja ein Lohnunternehmen sind, fallen die Hektarzahlen bei uns sehr unterschiedlich aus. Jeder möchte eine andere Menge haben. Im Grunde kommt es aber immer auf die Art der Gülle an. Ist sie gut gerührt, schaffen wir zwischen 800 bis 1000 Kubikmeter am Tag, je nach Beschaffenheit." © ah/M. Winterstein
Technik für Gülleverschlauchung
Die Nässe macht aber auch ihnen zu schaffen. Seit dem 01. sind Michi und seine Kollegen wir am Gülleverschlauchen auf leichteren Böden. Unter anderem sind sie im Bestand (Weizen) unterwegs und können ohne Weiteres zwischen den Fahrgassen fahren. © ah/M. Winterstein
Technik zur Gülleverschlauchung
Welche Erfahrungen Michi an seine Kollegen weitergeben möchte? "Die Gülle muss fließfähig sein, das heißt sie darf keine dicke Pampe darstellen." © ah/M. Winterstein
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