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Klimawandel

Hohe Verluste durch Unwetter und Dürre für italienische Bauern

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Josef Koch, agrarheute
am
05.11.2018

Italiens Bauern sind von den Unwettern und Dürre in diesem Jahr hart getroffen. Berufsverbände schätzen die Schäden auf über 750 Mio. Euro. Rom überweist Direktzahlungen deutlich früher.

Unwetter über einer Landschaft

Die italienischen Landwirte haben in diesem Jahr stark unter extremer Witterung zu leiden. War es im Sommer  Nach Schätzungen des mitgliederstärksten Landwirtschaftsverbandes im Land, Coldiretti, sind seit Jahresbeginn Schäden von mehr als 750 Mio. Euro aufgelaufen. Anders als in Deutschland waren die Ausfälle aber nicht allein die Folge von Hitze und Trockenheit, sondern einer ganzen Serie von Unwettern und widrigen Witterungsbedingungen.

Laut Coldiretti waren landwirtschaftliche Flächen von Überflutungen sowie von Hagel und Sturm betroffen. Dabei seien Felder und landwirtschaftliche Anlagen überdurchschnittlich oft durch Sturm, Überschwemmungen sowie Flutschäden gänzlich zerstört worden. Hinzu sei eine trockene zweite Jahreshälfte gekommen, in der die Niederschläge beispielsweise im September um 61 Prozent niedriger ausgefallen seien als im langjährigen Mittel. Aktuell wird schon wieder von Starkniederschlägen und Flutschäden berichtet.

Direktzahlungen schon überwiesen

Coldiretti geht davon aus, dass die zunehmende Zahl an Unwettern und der schnelle Wechsel von Nässe- und Trockenperioden die Folge des fortschreitenden Klimawandels sind und daher auch in Zukunft mit ähnlichen extremen Jahren wie 2018 gerechnet werden muss.

Um möglichen Liquiditätsengpässen bei den Bauern entgegenzuwirken, hat die italienische Regierung bereits Mitte Oktober mit der vorzeitigen Auszahlung von bis zu 70 Prozent der Direktzahlungen der Ersten Säule an die Agrarbetriebe begonnen.

Mit Material von AgE
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