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Invasive Arten verursachen mehr als 116 Milliarden Euro Schäden

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am Donnerstag, 05.08.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In der Land- und Forstwirtschaft entstanden in Europa seit 1960 Schäden in Höhe von 116,61 Milliarden Euro durch invasive Arten wie die Wanderatte und das Wildkaninchen.

Eine Studiengruppe des Senckenberg Forschungsinstituts hat erstmals detailliert die erfassten wirtschaftlichen Schäden durch gebietsfremde Arten in der EU für die vergangenen 60 Jahre ausgewertet. Zu den einflussreichsten Bioinvasoren gehören demnach die Wanderratte, das Wildkaninchen, der Asiatische Eschenprachtkäfer, die Plattwurmart Gyrodactylus salaris und das Beifußblättrige Traubenkraut.

Die größten registrierten Schäden entstanden dabei in der Land- und Forstwirtschaft mit einem Volumen von 116,61 Milliarden Euro im Zeitraum von 1960 bis 2020.

Deutschland besonders betroffen

Deutschland gehört mit Großbritannien, Spanien und Frankreich zu den besonders betroffenen Ländern. In Deutschland allein lagen die berechneten Mindestzahlen der erfassten Schäden bei gut 8,21 Milliarden Euro. Indirekte Kosten, wie Gesundheitsschäden durch Kot und eingeschleppte Krankheiten oder ökologische Schäden sind nicht mit einbezogen.

Dass das Ausmaß der Schäden vermutlich noch deutlich zu niedrig beziffert ist, wird an folgenden Zahlen der Forschungsgruppe deutlich: In Deutschland sind gerade einmal 28 der knapp 200 als invasiv geführten Arten als wirtschaftlich schädigend anerkannt. Der Wäschbar – um nur ein Beispiel zu nennen – der sich seit Jahren rasant ausbreitet und vielfältige ökologische wie wirtschaftliche Schäden anrichtet, ist dabei nicht mit einbezogen.

Mit Material von jagderleben.de

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