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Förderung

Investitionsförderung: Streicht Bayern die Obergrenze?

Kaniber-Michaela_Agrarministerin Bayern-quer
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Josef Koch , agrarheute
am
09.06.2018

Bayern will seine einzelbetriebliche Förderung für Milchviehställe überdenken. Das deutete Agrarministerin Michaela Kaniber an.

Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber schließt Änderungen der Förderbedingungen für das einzelbetriebliche Investitionsförderprogramm EIF nicht aus. Dies bestätigte Kaniber bei der Mitgliederversammlung des Verbandes der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB).

„Derzeit diskutiere ich mit meinen Beamten im Ministerium, wie wir die Förderung von Milchviehställen anpassen können“, sagte die Ministerin. So liegen Anträge aus dem bayerischen Landtag vor, die bisherige Fördergrenze für Einzelunternehmen von 400.000 Euro auf 700.000 Euro bis 800.000 Euro anzuheben. Diskutiert werden auch feste Pauschalbeträge pro Stallplatz, erläuterte die Agrarministerin.

Antragsrunden abwarten

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Allerdings ließ die Ministerin offen, ab wann die Neuerungen greifen könnten. „Ich will erst einmal die Ergebnisse aus den drei Antragsrunden 2018 abwarten, bevor ich eine Entscheidung fälle“, stellte Kaniber klar. Am 1. Juni 2018 ist die zweite Antragsrunde abgelaufen. Die Frist für die nächste Runde ist der 31. Oktober 2018.      

In der Diskussion bei der VMB-Versammlung machten Milcherzeuger klar, dass die Landwirte eine Aufstockung der Förderobergrenze auf 800.000 Euro für Einzelunternehmen oder eine Obergrenze von 80 bis 100 Kühe befürworten. Auch mit einem fixen, pauschalen Förderbetrag pro Stallplatz könne man leben. „Wer größer bauen will, muss dann eben ohne Förderung auskommen.“

Förderung bringt nicht automatisch mehr Milch

Laut BBV-Milchpräsident Günther Felßner dürfe man die Investitionsförderung für Milchviehställe nicht in Frage stellen. „Die Förderung führt nicht automatisch zu einer höheren Milchmenge und zu einer Milchkrise“, stellte Felßner klar.

Bei der Milchkrise 2015/16 habe sich die Milchmenge in Bayern kaum erhöht, während sie im Norden Deutschlands deutlich stärker gestiegen sei.     

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