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Familienstreit

Jung und Alt: 4 Tipps bei Generationskonflikten

Alter Mann beobachtet Traktor auf Feld
Symbolbild für Generationskonflikt: Alter Mann beobachtet Traktor auf Feld © agrarfoto
von , am
17.02.2017

Junior- gegen Seniorchef, Schwiegertochter gegen Schwiegermutter: Auf landwirtschaftlichen Betrieben, wo man viel zusammenarbeiten und -leben muss, kommt es häufig zu Konflikten. Vier Tipps, die helfen können.

Wenn ein Betrieb von der älteren an die jüngere Generation übergeben wird, sind nicht nur rechtliche und organisatorische Probleme zu bedenken, sondern auch die zwischenmenschlichen. Häufig führt fehlende oder mangelnde Kommunikation innerhalb der Familie zu Generationskonflikten, zum Beispiel zwischen Junior- und Seniorchef/in oder Schwiegereltern und Schwiegersohn/-tochter. So wird in der Landlive-Community immer wieder diskutiert, ob man mit den Schwiegereltern unter einem Dach leben soll oder wie man sich bei Konflikten in der Familie verhält. Wir fassen vier Tipps zusammen.

1. Alltagsregeln fürs Zusammenleben auf dem Betrieb

Um Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen oder sie selbst in der Familie lösen zu können, ist es hilfreich, gemeinsam ein paar Regeln für den Alltag aufzustellen und zu befolgen:

  • feste Gesprächstermine vereinbaren (wöchentlich/monatlich), um Fragen und Missverständnisse zu klären, neue Projekte besprechen, aber auch Dinge besprechen, die gut laufen
  • Grenzen ziehen und respektieren (räumlich, aber auch im Verhalten, zum Beispiel bei der Kindererziehung)
  • Ansprüche und Erwartungen nach Wichtigkeit ordnen (nur auf Dinge bestehen, die existentiell wichtig sind; andere Erwartungen auch mal zurückstecken)

2. Buchtipps über Generationskonflikte

Im Taschenbuch "Hofübergabe - Familienkonflikte Systematisch lösen" lernt man zunächst die Grundlagen von dem Autor Mathias Tann, selbst gelernter Landwirt und Agraringenieur. Zum Beispiel, dass Konversationen zwischen den Generationen oft eskalieren, weil die Sachebene schnell verlassen wird und man auf rein persönlicher Ebene kommuniziert. Im Buch geht es einerseits um ein theoretisches Verständnis fürs Miteinanderreden, Miteinanderstreiten, Miteinanderleben, aber auch verschiedene Beziehungskonflikte in der Praxis, sowie Spannungsfelder in Folge der unterschiedlichen Interessen. Das Buch kostet 7,50 Euro und kann beim DLG-Verlag bestellt werden.

Einen anderen häufigen Konflikt, nämlich den zwischen Schwiegereltern und Schwiegertochter und -sohn, erläutert Susan Forward in ihrem Buch "Nächsten Sonntag bringe ich sie um: Wie man Probleme mit Schwiegereltern löst". Zwar geht es darin nicht explizit um das Thema Landwirtschaft, doch in leicht verständlicher Erzählweise erläutert die Autorin typische Generationskonflikte und ihre Hintergründe.

3. Sorgentelefon für Landwirte

Schnelle und unbürokratische Hilfe bieten Sorgentelefone oder eine Vor-Ort-Beratung für landwirtschaftliche Familien. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der landwirtschaftlichen Familienberatungen bieten vertrauliche Gespräche und unabhängige Beratung am Sorgentelefon, in der Beratungsstelle oder auf dem Betrieb an. Mehr zum Thema Sorgentelefon, aber auch weitere Informationen und Praxisbeispiele zu Generationskonflikten findet man bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone e.V..

4. Mediation zum Lösen von Konflikten

Um Konflikte mit verhärteten Fronten zu lösen, kann man sich einen Mediator suchen. Das ist eine unabhängige und neutrale Person, der zwischen den Parteien vermittelt und den Rahmen für Gespräche absteckt. So eine Mediation funktioniert nur, wenn die Konfliktparteien freiwillig bereit sind, den Streit zu klären, und den Mediator akzeptieren. Wichtig zu wissen: Der Mediator bietet keine Lösungen, das müssen die Parteien selber erarbeiten. Aber der Mediator hilf dabei, die Lösungen umzusetzen, zum Beispiel, indem die Ergebnisse schriftlich festgehalten und eine Frist zur Erfüllung gesetzt wird. Hier erfahren Sie mehr über Mediation in der Landwirtschaft.

Tierischer Nachwuchs auf den Betrieben

Rinder und Kälber
Bei diesen hübschen Tierkindern ist rechts unten auch das Kalb Beth von Christians "Lissy" dabei. © Astrid Tomjosmum/ChristianHahn/Nicole Petri
Graues Kalb
Birgit schickt uns ein Foto vom ihrem "Eselchen", einem hübschen Kalb. © Birgit Gossinger
Galloway Kälber
Alexander schreibt uns zu seinen Galloway-Rindern: "Die fantastischen Vier lieben frisches Stroh und suchen noch "Paten". Infos unter www.galloway-leasing.de." © Alexander Roclawski
Kalb mit Decke im Schnee
Hannahs Kälbchen darf im Schnee spielen, natürlich nur mit Decke. © Hannah Lütteken
Kälber im Stall
Andrea erlebt eine nette Überraschung am Morgen und auch Bernhard freut sich über sein Kälbchen. © Andrea Urbahn/Bernhard Weiss
Kälber mit Landwirtin
Krissi kümmert sich liebevoll um ihre Kälbchen im Stall und tränkt sie auch gerne. © Krissi Kb
Kalb kurz nach Geburt
Petra heißt hier ganz frisch einen neuen Mitbewohner auf ihrem Betrieb willkommen! Ein toller Moment für jeden Tierhalter. © Petra Wolters
Kalb im Schnee
Dieses Kalb, zuhause bei Carolin, wagt erste Schritte im Schnee. © Carolin Pech
Kamerunschaf Lämmer
Michael hält Kamerunschafe und schickt uns ein Foto seiner süßen Lämmer. © Michael Keller
Kalb mit Decke im Winter
Hannahs Kälbchen hat immer noch Spaß im Schnee. © Hannah Lütteken
Kälber im Stroh
Gemütlich haben es sich diese beiden bei Anja im Stroh gemacht. © Anja Egl
Zwillinge bei Kälbern
Carolin schreibt: "Die Mädels bekommen bei uns keine Namen, haben 'nur' Halsband-Nummern. Auch wenn wir ein großer Betrieb sind, kümmern wir uns gut um die Babys!" Diese Zwillings-Kälber scheinen auf jeden Fall putzmunter! © Carolin Pech
Katzenjungen auf Decke
Matthias schickt uns ein Foto seine seelig schlummernden Nachwuchses, der sicher schon von späteren Heldentaten träumt. © Matthias Vogler
Kalb und Kuh mit Grasfutter
Essenszeit bei Astrids geliebten Tieren - da kann man schon mal ungeduldig dreinschauen. © Astrid Tomjosmum
Kind mit Ferkeln im Stall
Ina schreibt uns: "Hallo agrarheute Team, mein Enkel kann sich nicht wirklich entscheiden, welches seine Lieblingstiere bei mir auf Arbeit sind!" © Ina Mendel
Kuh mit Kalb
Andrea schickt uns ein Bild ihres Kälbchens: "Da ist der Kleine etwa eine Stunde alt." © Andrea Röttger
Landwirtin mit Kalb
Nicole liebt die Tierhaltung und kuschelt auch gerne mal mit ihren Kälbchen. © Nicole Petri
Taubenküken und Kalb
Dieses gefiederte Prachtstück, zuhause bei Katja, beschützt den Nachwuchs. Das Kälbchen der "Rinder vom Ammertal" ist da schon etwas neugieriger. © Katja Treu/FB
Lamm mit Schaf
Marios kleiner Racker steht noch etwas unsicher auf den Beinchen. Bei Andreas leben Texel-Suffolk: "Hier ein Böckchen und ein Mutterlamm. Mal was anderes neben all den Kälbchen." © Andreas Blaufuß/Mario Kickmayer
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