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Mehrgefahrenversicherung

Klöckner will niedrigere Steuer für Dürreversicherungen

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Josef Koch, agrarheute
am
15.05.2019

Bundesagrarministerin Klöckner will eine niedrigere Versicherungssteuer für Dürrepolicen. Ohne den Finanzminister geht das jedoch nicht.

Dürrehilfen

Bundesagrarministerin Julia Klöckner macht Druck auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz, um die Versicherungssteuer für Dürrepolicen zeitnah zu senken. So soll er den ermäßigten Versicherungssteuersatz von 0,3 Promille auf die Versicherungssumme, wie er derzeit für Hagel gilt, auf das Risiko Dürre ausweiten. Bisher müssen Landwirte noch 19 Prozent als Versicherungssteuer auf den Beitrag bezahlen.

In einem Schreiben ihres Staatssekretärs, Dr. Hermann Onko Aeikens, an seinen Amtskollegen im Bundesfinanzministerium heißt es, im Zuge des klimatischen Wandels gewinne das Thema für unsere Landwirtschaft eine zunehmende Bedeutung. 

Nach agrarheute-Recherchen können Landwirte jedoch nur mit geringen Einsparungen aufgrund einer niedrigeren Versicherungssteuer rechnen.

Eigenvorsorge der Landwirte muss atrraktiver werden

"Um das bereits bestehende Angebot an Versicherungen gegen Dürre im Rahmen der Selbstversorge für die Landwirtschaft attraktiver zu machen, halte ich eine zeitnahe Änderung des Versicherungssteuergesetzes für erforderlich“, betont Aeikens.

Laut Aeikens habe sich das Finanzministerium bisher offen gegenüber einem verringerten Steuersatz gezeigt. Bereits im vergangenen Oktober habe sich die Fachebene im Agrarministerium mit diesem Anliegen an die Kollegen im Finanzministerium gewandt.  Derzeit prüfe man dort die Umsetzung, da das Versicherungssteuergesetz überarbeitet werde.

Aktuell plant Bayern einen eigenen Antrag im Bundesrat für eine staatliche Unterstützung einzubringen. Auch der Freistaat verlangt, die Versicherungssteuer abzusenken.

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