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Branchentreff

Kongress Farm&Food 4.0: Experten warnen vor 'Big Data'

Mann mit Smartphone auf Wiese
Mann mit Smartphone auf Wiese © fotolia
von am
11.01.2018

Der Farm & Food-Kongress am 22. Januar dreht sich um die digitale Entwicklung in der Agrarbranche. Warum kritische Stimmen vor der Big Data warnen.

Die digitale Revolution hat die Agrar- und Ernährungswirtschaft erfasst. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbinden sich einzelne Projekte zu einem umfassenden Netzwerk. Effizienz und Transparenz schaffen zwar wichtige Vorteile. Doch kritische Stimmen warnen angesichts von „Big Data“ vor einem Verlust an unternehmerischer Selbstständigkeit.

Wie sich die Digitalisierung zum Vorteil gestalten lässt, vermittelt der Fachkongress „Farm & Food 4.0“ am 22. Januar 2018 im Berlin Congress Center (bcc).

Kritischer Blick auf das Thema "Big Data"

Im Streben nach mehr Effizienz und Transparenz darf der kritische Blick auf das Thema „Big Data“ jedoch nicht fehlen. Wem welche Daten gehören, muss geklärt werden. Die Forderung der Landwirte nach Schutz der eigenen Daten und der Anspruch des Konsumenten auf vollkommen transparente Lebensmittelproduktion gilt es zu vereinen. Die Best Practice Beispiele des Fachkongresses zeigen neben diesen Aspekten limitierende Faktoren wie Investitionskosten und infrastrukturelle Probleme.

„Die Digitalisierung greift alles an, was ineffizient ist“, sagt Maximilian von Löbbecke, Geschäftsführer von 365 FarmNet und ursprünglicher Initiator von Farm & Food 4.0. Diese Umwälzung ist laut von Löbbecke so tiefgreifend, „dass es nötig sein wird, den eigenen Geschäftszweck in Frage zu stellen, obwohl dieser das Fundament des Erfolges ist“. 

Den kritischen Blick auf das eigene Handeln fordert auch Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer von Bayer CropScience und Keynotespeaker bei Farm & Food 4.0. „Unternehmer sollten ihre Geschäftsmodelle jederzeit hinterfragen“, so Schramm, „aber zugleich die Digitalisierung als Chance begreifen, um neue Wege zu finden.“ 

Smart Farming: Tablets im Test

Claas Easy on Board: Eine spezielle Halterung ist nötig, damit das Tablet genauso funktioniert wie das Display eines Universalterminals. Für die Bedienung lassen sich über die App auch die Funktionstasten am Bedienhebel des Traktors belegen. © Claas
Farm display von Hansenhof: Die Bedienoberfläche der App lässt sich frei konfigurieren und kann deshalb von verschiedenen Herstellern genutzt werden. © Hansenhof
fo@PC von WTK Elektronik: Zur Installations-CD wird ein Kopierschutzstecker und das Verbindungskabel zischen USB-Anschluss und CAN-Bus geliefert. © WTK
ISO Flex Modul von Reichhardt: Die gesamte Rechenleistung zur Maschinensteuerung und die sichere Verbindung zwischen Tablet und Maschine stecken in diesem Stecker. © Reichhardt
Trimble: Hier lassen sich nur Apps installieren, die von Trimble freigegeben wurden. Das Tablet ist ein Arbeitsgerät, kein Spielzeug, betont der Hersteller. © Trimble
E-service von Väderstad: Funktioniert ohne ISOBUS. Das Gateway erzeugt ISOBUS-Signale, die der E-Keeper (der Rahmen um das Tablet) empfängt. © Väderstad
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