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Düngung

Das kostet die neue Düngeverordnung

Luftbild von Güllefass beim ausbringen
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Julia Eder, agrarheute
am
07.04.2017

Die neue Düngeverordnung kostet jährlich 191,2 Mio. Euro, schätzt das Bundeslandwirtschaftsministerium. Das sind die teuersten Posten.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) schätzt, dass es etwa 191,2 Millionen (Mio.) Euro pro Jahr kostet, die Forderungen der neuen Düngeverordnung zu erfüllen. Das berichtet das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt.

81,1 Mio. Euro davon fallen aber erst ab 2020 an.

Die teuersten Posten der Düngeverordnung

  • Teuerster Einzelposten ist die Erweiterung der Lagerkapazitäten mit einer Summe von 45,3 Mio. Euro pro Jahr ab 2020.
  • Knapp dahinter folgt die Verpflichtung zur jährlichen Nitrat-Beprobung, sofern Grenzwerte überschritten werden. Diese schlagen mit 39,1 Mio. Euro jährlich zu Buche.
  • Die Verpflichtung zur Beifügung eines Ureasehemmstoffes wird ab 2020 laut BMEL jährlich 29,6 Mio. Euro kosten.
  • Für die geforderte schnellere Einarbeitungszeit von Dünger rechnet das BMEL mit Mehrkosten von rund 4,83 Euro/ha. Würden die 11,8 Millionen Hektar Ackerland, die im Jahr 2016 bewirtschaftet wurde, komplett gedüngt, käme hierbei eine Summe von 57 Mio. Euro heraus.

Stimmen zur neuen Düngeverordnung

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) begrüßte die Verabschiedung des Düngepakets dennoch: "Mit der Düngeverordnung schaffen wir Planungssicherheit für unsere Bauern und schützen unser wertvolles Grundwasser.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sprach ihrerseits von einem "wichtigen umweltpolitischen Fortschritt". Die Neuregelungen seien fordernd, aber für die Landwirtschaft machbar.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, rief zu einer maßvollen Umsetzung der Regelung auf. Notwendig seien intensive Beratung, praxistaugliche Handhabung und Umsetzung sowie begleitende Förderung.

Mit Material von BLW
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