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Direktzahlungen

Krisenreserve: Brüssel gibt, Brüssel nimmt

Geldscheine neben Taschenrechner
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Josef Koch, agrarheute
am
28.11.2018

Die EU-Kommission zahlt die einbehaltene Krisenreserve zwar zurück, doch gleichzeitig zieht sie mehr Geld für die Reserve 2019 von den Direktzahlungen ab.

Weil die Europäische Kommission im Haushalt 2017/18 trotz Dürre kein Geld aus der Krisenreserve eingesetzt hat, erhalten die europäischen Landwirte 444 Mio. Euro zurück. Diesen Betrag hatte Brüssel ursprünglich von den Direktzahlungen für 2018 abgezogen, um die diesjährige so genannte Agrarkrisenreserve zu bilden. Die betreffenden Beträge erhalten Landwirte ab dem 1. Dezember 2018 erstattet, teilt die EU-Kommission mit. 

Die Freude über die Rückerstttung der EU-Krisenreserve an Europas Bauern währt nur kurz. Schließlich müssen die Landwirte die Krisenreserve 2019 wieder auffüllen. So bekommen sie von ihren Direkzahlungen im Dezember 1,42 Prozent gleich wieder abgezogen. Das macht in der Summe 468,7 Mio. Euro aus.

Unterm Strich bekommen sie also mehr abzogen als zurückerstattet.

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