Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Abschreibung

Kühe auf einen Schlag abschreiben

am Donnerstag, 24.05.2018 - 09:06 (Jetzt kommentieren)

Es gibt Neues in Sachen geringwertige Wirtschaftsgüter. Sie können schon bei der nächsten Steuerbilanz davon profitieren. Die Neuregelung greift nicht nur für Bürogeräte, sondern beispielsweise auch für Kühe.

Kühe im Fressgitter

Seit 1. Januar 2018 gilt die neue Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) von 800 Euro netto für Neuanschaffungen. Das hat Vorteile.

Landwirte können neben Bürogeräten nun auch Kühe, die sie gekauft oder selbst nachgezogen haben, schneller abschreiben. Die GWG-Regelung ist bei spezialisierten Milchviehbetrieben schon beim Erstellen der Bilanz zum 30. April 2018 möglich, und natürlich bei allen folgenden Bilanzen. 

Unter Umständen können Sie die wieder etwas besseren Gewinne gezielt drücken, da die Milchpreise im Wirtschaftsjahr 2017/18 besser als in den Vorjahren waren. So sparen Sie Einkommensteuer.

Mit Investitionsabzugsbetrag kombinieren

Die neue GWG-Grenze lässt sich auch geschickt mit dem Investitionsabzugsbetrag kombinieren. Damit  können Sie höhere Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu 1.333 Euro netto mindern, sodass die GWG-Grenze anwendbar ist.

Wenn Sie die neue GWG-Grenze nutzen wollen, müssen Sie ihren Tierbestand einzeln bewerten. Das macht etwas mehr Arbeit. Denn bisher haben die Buchstellen aus Vereinfachungsgründen oft die Gruppenbewertung genutzt.

Die neuen Abschreiberegeln sind als Einmaleffekt zu betrachten. Die Einkommensteuer wird kurzzeitig gestundet. Veräußern Sie später die abgeschriebenen Kühe, decken Sie in der Regel stille Reserven auf, falls Sie die Kühe nicht mehr aufmästen.

Ausführliche Informationen finden Sie in der aktuellen Juniausgabe des agrarheute-Magazins.

Das agrarheute Magazin Die digitale Ausgabe August 2020
agrarheute digital iphone agrarheute digital macbook
cover_agrarheute_magazin.jpg

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...