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Umfrage zu Corona-Krise

Landwirte fürchten, Betriebsmittel könnten knapp werden

Landhandel von oben
am Montag, 20.04.2020 - 09:00 (Jetzt kommentieren)

Landwirte sehen sich zunehmend durch die Corona-Krise betroffen. Das zeigt unsere aktuelle agri experts-Umfrage. Die meisten fürchten, dass Betriebsmittel knapp werden oder die Erzeugerpreise fallen könnten.

agri experts Corona-Betroffenheit

agri experts hat für agrarheute die Landwirte nach ihrer Einschätzung der Corona-Krise befragt. Die Ergebnisse zeigen: Nur knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sehen sich als Landwirt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen.

Genannt wurden unter anderem weniger Milchabsatz durch weniger Abholung durch die Molkerei, Ausbleiben von Urlaubsgästen, fallender Milchpreis oder Absatzschwierigkeiten bei Schlachttieren. Damit zeigt sich die Landwirtschaft deutlich weniger beeinträchtigt als beispielsweise das Handwerk.

Dementsprechend geben auch knapp zwei Drittel der insgesamt 281 Umfrageteilnehmer an, keines der angebotenen Hilfsprogramme von Bund und Ländern zu nutzen. Nur 14 Prozent der Befragten nehmen eines in Anspruch; weitere 19 Prozent erwägen, demnächst Hilfe zu beantragen.

 

Angst vor fallenden Preisen

agri experts Corona-Erwartungen

Nichtsdestotrotz zeigen sich mehr als zwei Drittel der befragten Landwirte persönlich beunruhigt (58 %) oder sogar sehr beunruhigt (11 %) durch das Coronavirus. 15 Prozent dagegen sind nicht (13 %) oder gar nicht (2 %) beunruhigt. 

Zudem wollten wir von den Landwirten wissen, ob Sie durch die Corona-Krise Einschränkungen in ihrer landwirtschaftlichen Produktion erwarten. 58 Prozent der Befragten befürchten, dass die Erzeugerpreise fallen. 40 Prozent befürchten eine Betriebsmittelknappheit. 36 Prozent haben Sorge, dass bestimmte Technik beziehungsweise der nötige Service nicht verfügbar sein könnten. Und 14 Prozent erwarten Probleme durch den Ausfall von Saisonarbeitskräften. Angst vor einer persönlichen Erkrankung haben dagegen nur 12 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Als Hilfsmaßnahmen nannten die teilnehmenden Landwirte unter anderem Hilfe durch andere Landwirte, Beschäftigung von inländischen Arbeitskräften, Arbeitsspitzen durch Lohnunternehmen abfedern, Umplanung der Flächenbewirtschaftung oder Einsatz von Arbeitslosen.

Die Befragung wurde durchgeführt von agri experts. Es nahmen 281 Landwirte teil. Stand: 14. April 2020.

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